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Ein neues Salzlager für Rosengarten

Die Gemeinde Rosengarten benötigt ein neues Salzlager. Die Stahlbewehrung im Beton wird durch den Kontakt mit dem Streusalz zersetzt
as. Nenndorf. Mitten im Sommer wird in der Gemeinde Rosengarten schon an den Winter gedacht: Die Salzlagerhalle im Bauhof in Nenndorf muss ersetzt werden. Die Bewehrung der 1991 errichteten Halle ist stark korrodiert, die Betonwände von langen Rissen durchzogen, teilweise bröckelt der Beton. Der Grund: Bei feuchter Witterung reagiert das Material in der offenen Halle mit dem Salz. Um die Stabilität weiterhin zu gewährleisten, wird derzeit die offene Halle durch einen nachträglich eingesetzten Stahlträger gestützt. „Das ist aber keine dauerhafte Lösung“, sagt Rosengartens Bürgermeister Dirk Seidler.
Bereits 2015 wurden Planungen für eine neue Lagerhalle in Auftrag gegeben, Kosten für die Halle: etwa 445.000 Euro. Um den Haushalt zu entlasten, wurde diese Ausgabe zwischenzeitlich zurückgestellt. Vor der Aufstellung des Haushalts 2018/19 soll jetzt erneut über den Bau eines Salzlagers beraten werden. Im Bauausschuss präsentierte die Verwaltung jüngst Entwürfe für ein Salzsilo. Für den Holzturm wären gut 455.000 Euro im Haushalt bereitzustellen. Im Gegensatz zur offenen Lagerhalle wäre das Salz im Silo vor Witterungseinflüssen geschützt, und das Holzbauwerk nicht so korrosionsanfällig.
Der Winterdienst rückt durchschnittlich zu 27 Einsätzen im Jahr aus. Derzeit werden die Streufahrzeuge an der Halle mit einem gemieteten Radlader befüllt. Rund 8,8 Tonnen Streusalz werden an einem Tag mit geschlossener Schneedecke gestreut. Bis die Fahrzeuge beladen sind, dauert es mit dem Radlader eine halbe Stunde. Beim Silo soll das schneller gehen: Die Fahrer stellen ihre Fahrzeuge unter dem Silo ab, das Salz rieselt durch einen Schlauch direkt auf die Ladefläche. Bis zu fünf Tonnen können so in zwei Minuten verladen werden. „Außerdem wird kein zusätzliches Personal und Radlader benötigt, die Fahrer können ihr Fahrzeug selbst beladen“, erklärt Dirk Seidler. Es seien die Möglichkeiten und Kosten von Silo und Halle abzuwägen, so Seidler. Die Mitglieder des Bauausschusses wollten sich noch nicht festlegen: Die Politik will sich erst einmal das Silo der Autobahnmeisterei Hittfeld anschauen.