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Ein Verwaltungsfachmann aus Hambühren soll in Rosengarten Bürgermeister werden

Dirk Seidler, Erster Gemeinderat in der Gemeinde Hambühren bei Celle, ist der Wunschkandidat von SPD und CDU für die Nachfolge von Bürgermeister Dietmar Stadie (Foto: Fehlhaber CelleHeute.de)

Dirk Seidler (49) ist der Wunschkandidat von CDU und SPD / Jürgen Grützmacher (CDU ) ist wohl chancenlos

mi. Rosengarten. Wer wird der Nachfolger von Bürgermeister Dietmar Stadie? In Rosengarten so scheint es, favorisieren große Teile der Politik einen Kandidaten, der nicht aus den eigenen Reihen kommt. Dirk Seidler (49), parteiloser Erster Gemeinderat in der Gemeinde Hambühren bei Celle, ist nach WOCHENBLATT-Information der Wunschkandidat von SPD und CDU für die Nachfolge von Bürgermeister Dietmar Stadie. Der ebenfalls immer wieder ins Gespräch gebrachte Klecker Ortsbürgermeister Jürgen Grützmacher (CDU) kann seine Ambitionen auf den Rathaus-Thron dagegen wohl begraben.
Bei SPD und CDU begründet man die Entscheidung mit der Qualifikation des „externen Bewerbers“: Ausschlaggebend sei dabei, dass man einen Kandidaten mit einschlägiger Verwaltungserfahrung suche, heißt es aus den Parteien.
Der zweite Mann im Hambührener Rathaus hat eine klassische Verwaltungsausbildung durchlaufen. Dirk Seidler lernte Diplomverwaltungswirt bei der Stadt Celle, arbeitet als Kämmerer und stellvertretender Gemeindedirektor für die Samtgemeinde Meinersen ca. (20.000 Einwohner) im Landkreis Giffhorn, bevor er 2003 nach Hambühren im Landkreis Celle wechselt.
Als Wahlbeamter musste sich Seidler 2011 knapp bei der Bürgermeisterwahl in Hambühren geschlagen geben. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern (18 und 21). Ob Dirk Seidler tatsächlich seinen Hut in den Ring wirft, hängt jetzt davon ab, ob sich nach der SPD auch die CDU in Rosengarten für den Verwaltungsfachmann aus Hambühren ausspricht.
Für Kleckens Ortsbürgermeister Jürgen Grützmacher, (53) der in der CDU lange als Stadie-Nachfolger gehandelt wurde, sähe es dann schlecht aus. „Ich hätte das Amt gerne übernommen, muss aber auch unumwunden zugeben, dass ich Verwaltungserfahrung nicht mitbringen kann“, so Jürgen Grützmacher. Allerdings sei er als Mitglied im mittleren Management bei Siemens für einen Jahres-Etat von 15 Millionen Euro zuständig, was man durchaus mit dem Gemeindebudget vergleichen könne. Jürgen Grützmacher will es aber nicht auf eine ‚Kampfabstimmung‘ ankommen lassen und stellt klar: „Wenn Dirk Seidler von meiner Partei nominiert wird, werde ich nicht gegen ihn antreten.
Kritisch sieht man Seidlers Kandidatur bei den Grünen. Dabei gehe es aber nicht um fachlichen Qualitäten des CDU/SPD Wunschkandidaten, sondern um die Tatsache, dass Bürger bei einer Bürgermeisterwahl auch die „Wahl“ besitzen sollten, erklärt Kreispolitiker Volkmar Block. Die Grünen spielten deshalb mit dem Gedanken, einen eigenen Kandidaten ins Rennen zu schicken. Er selbst werde aber nicht für das Bürgermeisteramt kandidieren, so Block gegenüber dem WOCHENBLATT.