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Extra-Personal für den Klimaschutz?

Noch eine Baustelle in Rosengarten: Der Klimaschutz steht noch am Anfang

Kommunale Arbeitsgruppe schlägt neue Stabsstelle vor / Infoveranstaltung am kommenden Mittwoch

mi. Rosengarten/Neu Wulmstorf. Um Kosten zu sparen, sind die Gemeinden Rosengarten und Neu Wulmstorf beim Klimaschutz eine Kooperation eingegangen. Wie berichtet, soll mit Hilfe der Firma „Target“ bis Ende 2014 ein sogenanntes Klimaschnellkonzept erstellt werden. Ziel: Möglichst günstig tragfähige Maßnahmen auf die Beine stellen.
Jetzt gibt es allerdings Überlegungen des zuständigen Arbeitskreises aus Politikern und Verwaltungsbeamten aus Neu Wulmstorf und Rosengarten in Neu Wulmstorf auf Dauer eine neue Stabsstelle Klimaschutz einzurichten. Dabei hatte die Firma Target den Arbeitskreismitgliedern lediglich die Schaffung einer Lenkungsgruppe aus bestehenden Verwaltungskräften vorgeschlagen.
Der einzurichtende Posten soll laut Sitzungsprotokoll einer ebenfalls einzurichtenden Lenkungsgruppe „Impulse geben, den Klimaschutz anzuschieben, zu vernetzen und voanzubringen“. Dass es beim Landkreis bereits eine Stabsstelle Klimaschutz gibt, spielt dabei offenbar keine Rolle. Die Stelle in den Gemeinden sei als „Ansprechpartner“ näher am Bürger. Natürlich müsse sie mit ausreichenden Verwaltungsmitteln ausgestattet werden. Finanziert werden soll das Ganze möglichst aus Fördermitteln.
Zwar sind die Vorschläge bis jetzt nicht mehr als Ideen und keine Beschlüsse, wie die Klimaschutzbeauftragte der Gemeinde Rosengarten, Friederike Donnerstag, gegenüber dem WOCHENBLATT ausdrücklich betont.Dennoch: Werden diese Ideen umgesetzt, kommen mittelfristig regelmäßige Personalausgaben auf die Gemeinde zu - und das für ein Klimaschutzkonzept, das doch eigentlich möglichst günstig sein sollte.
Positiv ist allerdings: Im Arbeitskreis wurden viele innovative Ideen entwickelt, die zeigen: Es kann viel erreicht werden.
Weitere Maßnahmen könnten sein:
• die Einführung eines Energiemanagements für verwaltungseigene Immobilien
• der Einbau von Kraft/Wärmekopplungsanlagen in kommunale Gebäude und in Gewerbegebieten
• die Erstellung eines Klimaschutzkonzepts für kommunale Liegenschaften, finanziert durch Fördermittel. Vorteil: Genaue Analyse des kommunalen Verbrauchs
• die Festlegung von zertifizierten Standards bei kommunalen und gewerblichen Neubauten sowie die Aufnahme von Klimaschutzzielen in die Bauleitplanung. Hier könnten für Neubauten Standards vorgeschrieben werden, die über die gültige Energiessparverordnung hinausgehen
• eine bessere Öffentlichkeitsarbeit, zum Beispiel die Einrichtung einer Klimaschutz-Homepage.
• der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und ein besseres Radwegenetz .
Diskutiert werden sollen alle diese Vorschläge auf einer Info- und Diskussionsveranstaltung zu der die Gemeinden Rosengarten und Neu Wulmstorf am Mittwoch, 23. Juli, ab 18 Uhr in das Gasthaus Böttcher in Nenndorf einladen.