Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Für die Flüchtlinge in Tötensen fehlt noch ein Gemeinschaftsraum / Unterkunft soll Mitte Juni bezogen werden

Die Unterstützergruppe für die Tötensener Flüchtlinge sucht dringend Räume für ein Welcome-Cafe. Eignet sich die Immobilie an der Straße „Zur Waldtreppe“?
mi. Tötensen. Rund 40 Bürger aus Tötensen und Umgebung trafen sich jetzt mit Tötensens Ortsbürgermeisterin Regina Lutz, Bürgermeister Dirk Seidler und Landkreis- Sprecher Johannes Freudewald, um die neu eingerichtete Asylbewerberunterkunft in Tötensen zu besichtigen. Die ersten Asylbewerber werden hier laut Landkreis Harburg Mitte des laufenden Monats erwartet.
„Bei der Besichtigung geht es nicht darum, in den Zimmern der zukünftigen Bewohner herum zu schnüffeln, sondern mit Vorurteilen aufzuräumen, Asylbewerber würden in einem Luxus-Apartment untergebracht“, so Bürgermeister Dirk Seidler. Davon konnten sich die Anwesenden in der Tat überzeugen. Feldbetten, eine Kochnische, immer mindestens drei Personen in einem Raum - kein Luxus, sondern Jugendherbergsstandard. Vor Ort war auch ein Mitarbeiter des Einrichtungsbetreibers Human-Care.
Ein Problem müsse aber, so Seidler, am besten vor der Ankunft der Flüchtlinge noch geklärt werden. Die Unterstützergruppe in Tötensen sucht noch einen Raum, in dem Treffen stattfinden könnten, Sprachunterricht und ein Welcome-Cafe möglich wären. Die Gemeinde prüft derzeit, ob sich ein leerstehendes Gebäude in der Straße „Zur Waldtreppe“ dafür eignet.
Hintergrund: Das Einzelhaus grenzt an die ehemalige Altlast „Dunkenkuhle“. Dort wurde bis in die 1970er Jahre Gewerbemüll entsorgt. Wegen der Belastung durch die Müllkippe musste die Gemeinde die Immobilie sogar vom ehemaligen Eigentümer zurückkaufen. Allerdings: Mittlerweile sind an der „Dunkenkuhle“ umfassende Sanierungen durchgeführt worden. „Der Landkreis muss jetzt prüfen, ob sich das Haus als Gemeinschaftstreffpunkt eignet“, so Dirk Seidler. Wäre das der Fall, müsste das Gebäude zunächst „in Schuss“ gebracht werden. Dirk Seider: „Vorstellbar ist, das Haus zum Projekt zu machen und es zusammen mit den Flüchtlingen unter fachkundiger Anleitung umzubauen.“