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Fußgänger leben in Nenndorf zurzeit gefährlich

Nur an dieser Stelle ist die Überquerung der Bremer Straße möglich
mi. Rosengarten.

Wurden hier die Fußgänger zugunsten der Autofahrer einfach vergessen? Das fragen sich viele Bürger, die in Nenndorf die Bremer Straße (die frühere B75) überqueren wollen. Dort gibt es derzeit keinen sicheren Übergang.
In Nenndorf wird die Ortsdurchfahrt erneuert und ein Kreisverkehr an der Einmündung der Eckeler- in die Bremer Straße gebaut. Wegen der Bauarbeiten ist momentan die Bremer Straße nur als Einbahnstraße zu befahren.
Bei der neuen Verkehrsführung hat der Landkreis Harburg offenbar alles dafür getan, den Auto- und Lkw-Verkehr möglichst fließen zu lassen und dabei Fußgänger und Radfahrer komplett vergessen. Auf der viel befahrenen Straße gibt es hier keine einzige Fußgängerampel mehr.
Wer die Straße überqueren will, muss die Ampelphasen für die Autos so abpassen, dass der Verkehr aus Richtung Tötensen schon Rot hat und die Autos, die aus der Eckeler Straße Richtung Tötensen fahren noch nicht Grün haben - gerade für ältere Bürger ein sehr knappes Zeitfenster.
Dazu kommt: Wegen der halbseitig aufgerissenen Straße ist das Überqueren nur an einer Stelle möglich, dort, wo die Kirchenstraße in die Bremer Straße einmündet. Hier treffen dann der Verkehr aus der Hauptstraße, die Autos aus der Kirchenstraße und Fußgänger zusammen, die zwischen den Autos auf die andere Straßenseite huschen wollen.
Viele Nenndorfer sind sauer und haben ihrem Zorn schon im Nenndorfer Rathaus Luft gemacht. Doch die Gemeindeverwaltung ist offenbar machtlos: „Das ist untragbar, ich habe schon eine schriftliche Eingabe beim Landkreis gemacht, ohne das reagiert wird. Dort hält man eine Ampel offenbar nicht für notwendig“, so Bürgermeister Dietmar Stadie auf WOCHENBLATT-Anfrage.
Der Bürgermeister liegt richtig. Wie Kreissprecher Bernhard Frosdorfer mitteilt, habe die Straßenverkehrsbehörde gemeinsam mit der Polizei entschieden, dass eine Ampel für Fußgänger nicht nötig sei. Es gäbe durch die Ampelschaltung für Autos eine 20- Sekunden-Verkehrslücke, die reiche für die Überquerung der Straße aus. Das Verkehrsaufkommen auf der Bremer Straße sei durch die Baustelle ohnehin geringer geworden, außerdem habe der Kreis „Achtung Fußgänger“ Schilder aufgestellt.