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Gemeinde Rosengarten plant neuen Sportplatz in Nenndorf

Auf der kreiseigenen Fläche neben der Oberschule in Nenndorf könnte die neue Sportstätte entstehen (Foto: msr)
mi. Rosengarten.

Die Gemeinde Rosengarten plant den Bau eines neuen, modernen Sportplatzes an der Oberschule in Nenndorf. Bei der TS Westerhof befürchten die Verantwortlichen deswegen, dass die Sanierung der Sportstätte Dunkenkuhle verschleppt wird. Beim SC Klecken/FC Rosengarten stieß der Standort in Nenndorf auf Unmut. Beide Vereine „beantragen“ deswegen ebenfalls den Bau einer Sportstätten an geeigneter Stelle in Rosengarten.

„Dieser Platz soll nicht für den TuS Nenndorf, sondern für alle Vereine in Rosengarten gebaut werden“. Klaus-Wilfried Kienert (SPD), der den Antrag zum Sportstättenbau in Nenndorf in den Ausschuss einbrachte, sah einigen Erklärungsbedarf. Im Vorfeld ist laut Kienert in der Rosengartener Vereinslandschaft äußerst unsachlich über das Vorhaben diskutiert worden. „Hier will sich niemand ein Denkmal setzen“, sagte der SPD Politiker und reagierte damit auf Äußerungen in der Öffentlichkeit, die sich gegen Rosengartens langjährigen Bürgermeister Dietmar Stadie richteten. Stadie ist auch Vorsitzender des Nenndorfer Turn und Sportvereins (TuS).
Geplant ist der Bau einer modernen Sportstätte an der Oberschule in Nenndorf. Grund: Der Landkreis, der die Schule 2002 errichtete, hatte sich damals auch verpflichtet, einen Sportplatz für den Schulsport zu bauen. In Rosengarten will man nun zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Vorgesehen ist, dass der Landkreis einen „Standardplatz“ für den Schulbetrieb baut und die Gemeinde dann mit finanzieller Beteiligung und in Kooperation mit den Vereinen die notwendigen Veränderungen, wie Flutlicht, Umkleiden usw. vornimmt. Mit diesem Vorgehen soll vor allem der Geldbeutel der Gemeinde geschont werden.
Die Ausschussmitglieder begrüßten den Antrag und empfahlen, dass die Verwaltung Gespräche mit dem Kreis aufnimmt, um die Kosten für die zusätzliche Ausstattung des Platzes zu prüfen.
• Kritik gab es von den Vereinsfunktionären des FC Rosengarten und der TS Westerhof. Karsten Egler, Jugendwart beim FC Rosengarten, sagte, es wirke befremdlich, wenn die Gemeinde einerseits zusage, den alten Sportplatz „Dunkenkuhle“ in Tötensen zu sanieren, aber plötzlich Pläne für eine neue Sportstätte in Nenndorf aufs Tapet bringe. Hintergrund: Die Sportstätte Dunkenkuhle der TS Westerhof wurde vor 40 Jahren auf einer ehemaligen Müllkippe errichtet. Die Sanierung der Altlast ist laut Landkreis abgeschlossen, der Sportplatz ist jedoch durch Bodensetzungen stark in Mitleidenschaft gezogen.
Bürgermeister Dietmar Stadie machte deutlich, man halte an der zugesagten Sanierung der „Dunkenkuhle“ fest. Die Gemeinde habe Experten beauftragt, die prüfen sollen, ob der Platz wieder hergerichtet werden könne. Wenn nicht, müsse überlegt werden, wo in Tötensen ein neuer Platz errichtet werden könnte. Stadie bekräftige, dass die Pläne für die Dunkenkuhle und der Bau der neuen Sportstätte in Nenndorf zwei verschiedene Vorgänge wären.
In Nenndorf werde der Landkreis bauen, in Tötensen sei die Gemeinde federführend. Außer für die Sanierung „Dunkenkuhle“ empfahl der Ausschuss kein Geld für den Bau neuer Sportstätten (Antrag SC Klecken/FC Rosengarten) in den Gemeindehaushalt einzustellen.