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Gemeinde Rosengarten plant zweiten P+R Platz am Bahnhof Klecken / Erweiterung des alten Platzes scheitert am Flächenankauf

Zu klein: Aber eine Erweiterung scheitert am Flächenankauf
mi. Klecken. Um das Parkplatz-Problem am Klecker Bahnhof zu lösen, will die Gemeinde Rosengarten jetzt eine Fläche auf der Nord-Ostseite der Bürgermeister-Glade-Straße ankaufen. Dort muss allerdings nicht nur der Parkplatz, sondern auch ein teures Regenrückhaltebecken gebaut werden.
Die Autos stehen in den Nebenstraßen, auf Grünflächen und vor Grundstückseinfahrten, in der zweiten Reihe warten Pkw-Fahrer. Der Bus aus Harburg quält sich durch die enge Bahnhofstraße, dazwischen wuseln Fußgänger und Radfahrer - Verkehrschaos pur. Jeden Tag zu erleben am Bahnhof in Klecken. Die 144 Parkplätze dort reichen schon lange nicht mehr, um den täglichen Pendleransturm zu bewältigen. Kleckens Ortsbürgermeister Jürgen Grützmacher (CDU) sagt dazu: „Der Bahnhof erstickt an geparkten Autos. Ein neuer Parkplatz sollte in der Gemeinde Top-Priorität vor allem anderen haben.“
Um der täglichen Blechlawine endlich Herr zu werden, will die Gemeinde Rosengarten jetzt auf der Nord-Ostseite der Bürgermeister-Glade-Straße einen weiteren Park+Ride Platz bauen. Laut Bürgermeister Dietmar Stadie befände man sich derzeit in intensiven Verhandlungen mit der Bahn.
Der P+R Platz soll laut derzeitigen Überlegungen der Verwaltung über eine neu zu bauende Stichstraße von der Mühlenstraße aus angefahren werden. Zu den Gleisen gelangten Pendler dann über eine Treppe vom Parkplatz zum Bahnsteig 1 (Richtung Harburg). Damit der Parkplatz realisiert werden kann, müsse allerdings auch ein großes Regenrückhaltebecken errichtete werden. In der Verwaltung rechnet man deswegen mit einem zusätzlichen Flächenankauf von 8.000 Quadratmetern.
Das Becken soll groß genug sein, um ein sogenanntes Jahrhundertereignis aufzufangen; gemeint ist ein Starkregen, der statistisch nur alle 100 Jahre vorkommt. Hintergrund: Die Deutsche Bahn will mit Sicherheit verhindert wissen, dass Öberflächenwasser vom neuen Parkplatz in Richtung ihrer Gleisanlagen läuft. Ortskundige fragen jedoch: „Warum kann das Wasser, wenn der Parkplatz fertig ist, nicht einfach über angrenzende Felder abgeleitet werden?“
Wie das WOCHENBLATT berichtete, ist eine Erweiterung des vorhandenen Parkplatzes nicht möglich, weil der Eigentümer, ein örtlicher Landwirt, sich weigert, die Flächen an die Gemeinde zu verkaufen. Dabei hatte die Gemeinde schon beim Bau des Platzes für eine spätere Erweiterung mit geplant. „Die Entwässerung ist geregelt, sogar Stromanschlüsse für die Beleuchtung sind schon vorgesehen“, so Jürgen Grützmacher. Das Problem: Die potentielle Erweiterungsfläche wurden in der Zwischenzeit vererbt. Die Gemeinde hatte aber versäumt, mit dem Vorbesitzer eine bindende Vereinbarung über den optionalen Ankauf abzuschließen.