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Immobilie in bester Lage gammelt vor sich hin

Die das einstmals stattliche Anwesen wandelt sich immer mehr zur Bauruine
mi. Rosengarten. Ist es möglich, dass eine einstmals millionenteure Immobilie, mitten im Grünen auf einem idyllischen 7.500 Quadratmeter-Grundstück gelegen, ungenutzt vor sich hin gammelt? Scheinbar ja. Denn so geschieht es seit 17 Jahren
mit dem ehemaligen „Hamburger Kinderheim“ in der Birkenhöhe 4, in einem Waldstück am Rand des Rosengartenortes Ehestorf. Schuld daran ist auch die Unflexibilität der Gemeindepolitik. Das ehemalige Kinderheim ist heute im Besitz der Sparkasse Stade-Altes Land. Das Kreditinstitut hatte die Immobilie 2005 im Rahmen einer Zwangsversteigerung erworben. Seitdem sucht man dort nach einem Investor -
bisher vergebens. Der Grund: Per Ratsbeschluss hat die Gemeinde Rosengarten
2005 die Nutzung der Immobilie auf Alten-, Pflege- oder Seniorenwohnheim beschränkt. Die Vorgeschichte: Das dreigeschossige Gebäude wurde 1913 errichtet und später um einen Flachbau sowie ein Hausmeister-Haus erweitert. Der letzte Nutzer war die Rudolf-Ballin-Stiftung, die dort bis Ende der 1990er Jahre eine Kur-Einrichtung für Kinder unterhielt. Im Jahr 2003 verkaufte die Stadt Hamburg das Anwesen an eine Betreibergesellschaft, die dort - ganz im Sinne der Gemeinde
Rosengarten - seniorengerechtes Wohnen anbieten wollte. Das Projekt scheiterte. Haus und Grundstück gingen per Zwangsversteigerung an die Sparkasse Stade-Altes Land. Die Investorensuche sei nach Aussage von Jens Rohman, der die Immobilie dort betreut, schwierig. Der Trend beim Seniorenwohnen habe sich seit dem Ratsbeschluss aus Rosengarten gewandelt. Altenheime weit ab vom Schuss wolle
heute keiner mehr. Wäre es da nicht an der Zeit, den Ratsbeschluss zu überdenken?
„Nein“, sagt Rainer Alka, Verwaltungs-Vize in Rosengarten. Schließlich liege das Grundstück im Außenbereich und am Rande des Landschaftsschutzgebietes.
Alka: „Auch wenn der Ratsbeschluss geändert wird, wünschen wir uns dort eine soziale Nutzung, die der Gemeinde zugute kommt.“ Wohnungen oder ähnliches schloss der Hauptamtsleiter aus. Vor einer Anpassung des Ratsbeschlusses müssten Finanzierung und Konzept geklärt sein. Leicht macht es die Gemeinde potenziellen Geldgebern dabei nicht. So wurde mittlerweile auch die Straße, die
als Zufahrt zu dem Gebäude führt, entwidmet. Daher scheint die Frage berechtigt, ob in der Birkenhöhe jemals wieder etwas entsteht. Denn mittlerweile hat der Zahn der Zeit an dem Gebäude genagt. Das einst stattliche Anwesen wird immer mehr zur Bauruine.