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Klecken: Tempo 30 für Lastwagen im Ort gefordert

Die Ortsdurchfahrt Klecken ist so stark beschädigt, dass ein Schild vor dem schlechten Straßenbelag warnt
mi. Kecken. Die Anwohner fordern Tempo 30 für Lkw in der Ortsdurchfahrt Klecken - bislang ohne Erfolg. Warum geht in Klecken nicht, was in Sieversen problemlos möglich ist? Das fragt sich nicht nur Ortsbürgermeister Jürgen Grützmacher (CDU), sondern auch viele Anlieger, die an den betroffenen Straßen (Hittfelder Straße und Mühlenstraße) wohnen.
Hintergrund: Die Kreisstraße durch den Ort Klecken ist in einem sehr schlechten Zustand. Das hindert aber vor allem Lkw nicht daran, dennoch mit Tempo 50 oder gar schneller durch den Ort zu donnern. Anwohner leiden unter dem Lärm und befürchten außerdem, dass ihre Immobilien durch die starken Erschütterungen, verursacht durch die tonnenschweren Brummis, beschädigt werden. Dazu kommt: Seitdem im benachbarten Hittfeld die neue Umgehungsstraße „Westumfahrung“ fertiggestellt wurde, nutzen immer mehr Lastwagen die Strecke durch Klecken nach Hittfeld.
Die Gemeinde Rosengarten hat deswegen beim Landkreis Harburg beantragt, für Lkw die Geschwindigkeit auf 30 km/h herabzusetzen. In der Kreisverkehrsbehörde erteilte man der Anfrage aber prompt eine Absage. Eine Ortsbegehung gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde habe ergeben, dass die Straße nicht so stark beschädigt sei, als dass es gerechtfertigt sei, dort Tempo 30 zu fordern, teilte Kreissprecher Bernhard Frosdorfer dem WOCHENBLATT mit.
Diese Argumentation sei nicht nachvollziehbar, findet dagegen Ortsbürgermeister Jürgen Grützmacher (CDU). Schließlich gehe es nicht um ein generelles Tempolimit, sondern um eine Geschwindigkeitsbegrenzung nur für Lkw und auch nur bis die Straße saniert wird. Er verweist auf die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Ortsdurchfahrt in Sieversen. Auch hier handelt es sich um eine Kreisstraße. Außerdem: Vor der Schule in der Mühlenstraße gilt auf einer Strecke von 350 Metern in beide Richtungen werktags von 7 bis 17 Uhr ohnehin schon Tempo 30. Warum nicht auch für den Rest der Strecke? Auch dass die Straße nur wenig beschädigt sei, sei ein fragwürdiges Argument. „Warum stellt der Kreis dann dort ein Schild auf, das vor Straßenschäden warnt?“ Das fragt sich wohl nicht nur Jürgen Grützmacher.
Auch für die Gemeinde Rosengarten scheint das Thema noch nicht vom Tisch. Dort
hat man jetzt eine Verkehrszählung durchgeführt, deren Ergebnisse noch ausstehen. Verwaltungs-Vize Carsten Peters: „Wir sind zuversichtlich, dass der Landkreis seine Haltung überdenkt, wenn wir die aktuellen Zahlen
übermitteln.“