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Neue Parkplätze am Bahnhof Klecken notwendig?

Der Parkplatz platzt aus allen Nähten... (Foto: oh)

Grüne: Nicht Stellplatzmangel, sondern Bequemlichkeit ist die Ursache für das Falschparken in Klecken

mi. Rosengarten. Die Parkplätze am Bahnhof Klecken reichen aus, eine Erweiterung des Platzes ist durch die neuen Stellflächen auf dem Rewe-Grundstück unnötig geworden. Diese These brachten jetzt die Grünen im Umweltausschuss aufs Tapet.
Eigentlich sprechen die Fakten für sich: Ergab eine Zählung am Bahnhof Klecken durch die Gemeinde im Jahr 2011 noch einen Mittelwert von 140 parkenden Autos täglich sind es jetzt schon im Schmitt 275 Fahrzeuge, die jeden Tage den einzigen Bahn-Pendlerparkplatz in der Gemeinde anfahren.
Eine Ortsbegehung durch die Grünen scheint das Problem jetzt jedoch in ein neues Licht zu rücken. Nicht der Stellplatzmangel, so ließe sich deren These zuspitzen, sondern Faulheit sind für das Verkehrschaos am Bahnhof Klecken verantwortlich.
Hintergrund: Bei einer Ortsbegehung zur Stoßzeit um 10 Uhr morgens sind laut Grünen-Politiker Volkmar Block 30 Autos gezählt worden, die verkehrswidrig abgestellt waren. Gleichzeitig seien von den 35 neu angemieteten Stellplätzen auf dem Rewe-Parkplatz nur fünf belegt gewesen. Schlussfolgerung: Neue Plätze scheinen nicht notwendig.
Das sah die Ausschussmehrheit jedoch anders. Die anderen Parteien waren sich einig, dass am Bahnhof neue Parkplätze gebraucht werden. Allerdings diskutierten die Politiker dann fast eine Stunde darüber, ob für eine Entscheidung eine erneute Ortsbegehung durch den Ausschuss sinnvoll sei. Geschlossen dagegen war die CDU, die so schnell wie möglich Plätze auf der Südseite des Bahnhofs schaffen will. „Uns nimmt hier keiner mehr Ernst, die Situation ist seit Langem untragbar, wir sollten endlich handeln“, fasste Jan Willem Roepert die Postion seiner Partei zusammen.
„Bevor wir für 600.000 Euro Parkplätze, ein Regenrückhaltebecken und vielleicht noch ein Gewerbegebiet in die Landschaft bauen, sollten wir uns die Situation vor Ort nochmal mit Hilfe von Experten anschauen“, konterte SPD-Mann Klaus-Meyer Greve. Am Ende kam es zur Kampfabstimmung.
Ergebnis: Es findet eine erneute Ortsbegehung am Bahnhof in Klecken statt. Damit wird wohl bis zur Sommerpause keine Lösung für das Problem am Bahnhof gefunden werden. Das wird Anwohner verärgern, Bürger dagegen, die Bauchschmerzen mit einem Parkplatz samt Regenrückhaltebecken und Gewerbeareal in der Ortsmitte haben, dürfte dieser Aufschub jedoch entgegenkommen.