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Ortsbürgermeister Klaus Meyer-Greve hofft auf baldige Breitband-Erschließung

Hofft auf Fördermittel von Land und Bund: Alvesens Ortsbürgermeister Klaus Meyer-Greve (Foto: archiv)

Noch schleppende Entwicklung könnte in Alvesen bald Fahrt aufnehmen


ab. Ehestorf/Alvesen. Es scheint eine schwierige Geburt zu sein, bei der es jetzt in kleinen Schritten vorwärts gehen könnte: Die Gemeinde Rosengarten hat kürzlich beim Landkreis Harburg eine Aufstellung aller Haushalte und Betriebe mit unzureichender Internetversorgung eingereicht. Mit den aufgestellten Adressen sämtlicher Gemeinden will sich der Landkreis Ende des Monats um Fördermittel bei Land und Bund für den Breitband-Ausbau bewerben.

Rund 300 Adressen seien dabei zusammengekommen, so Ortsbürgermeister Klaus Meyer-Greve (SPD). Doch er ist guter Hoffnung, dass den Bürgern in Ehestorf und Alvesen in naher Zukunft ein schnellerer Datenfluss zur Verfügung steht. Zum einen den Anwohnern, zum anderen Gewerbetreibenden: Es steigert Alvesens Attraktivität für Neuansiedler. Haushalte, die in der Feldmark lägen, könnten allerdings nicht mit einer Erschließung rechnen.

„Da sie nicht an die zentralen Kabelverzweiger angeschlossen werden können, wäre das zu kostenintensiv“, so der Ortsbürgermeister.
Der Landkreis hat sich in Sachen Breitbandversorgung ein hohes Ziel gesetzt: Eine Abdeckung von 95 Prozent will er erreichen. Derzeit sind es 81 Prozent. Gute Aussichten für viele Anwohner kleinerer Ortschaften, die derzeit noch mit einer langsamen Minimallösung ausgerüstet sind - oder gar nicht auf das Internet zugreifen können.

„Die Bewerbung um Bundes- und Landesfördermittel steht unmittelbar bevor“, informiert Landkreissprecher Johannes Freudewald zum Stand der Entwicklungen. Mithilfe der Breitbandausbauförderung sollen auch die letzten sogenannten weißen Flecken von der Landkarte verschwinden.
Im gesamten Landkreis sind es ca. 7.500 Adressen, so der Landkreissprecher. Eine Datengeschwindigkeit von mindestens 30 MBit schreiben die Förderbedingungen vor - optimal wären 50 MBit.

Dass es sich um ein aufwendiges Projekt handelt, bestätigt auch Thorsten Heinze. „Der Landkreis bewirbt sich um 20 Millionen Euro Fördermittel bei Bund und Land“, sagt der zuständige Fachbereichsleiter. Wie hoch letztendlich die Kosten für Landkreis und Gemeinden werden, wird sich herausstellen, wenn das Ergebnis der Bewerbung feststeht.

50 Prozent der Kosten wird der Kreis übernehmen. Die Gemeinden tragen 50 Prozent jener Kosten, die nicht durch Förder- oder andere Mittel abgedeckt sind. „Die Förderung soll Alvesen zugute kommen“, hofft auch Heinze. Alvesen hat für den Breitband-Ausbau 150.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Am 29. April muss der Förderantrag bei den Behörden eingegangen sein.

Seit Beginn seiner Amtszeit kämpft Klaus Meyer-Greve schon um eine Verbesserung des digitalen Datenflusses. „Wir warten seit fünf Jahren auf einen Breitband-Ausbau. Ich hoffe sehr, dass unsere Gemeinde mit Fördermitteln bedacht wird. Dann könnte das Projekt zu Beginn kommenden Jahres endlich in Angriff genommen werden.“