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Rosengarten: Keine Kita neben der Schule

In der Gemeinde Rosengarten werden dringend weitere Kita-Plätze benötigt (Foto: Fotolia/Robert Kneschke)

Ausschuss für Kinderbetreuung diskutierte mögliche Kita-Standorte in Nenndorf / Fraktionen beraten


as. Nenndorf.
Der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder steigt stetig in der Gemeinde Rosengarten. Wie berichtet, hat der Ausschuss für Kinderbetreuung im September empfohlen, 2018 eine neue Kindertagesstätte im südlichen Nenndorf zu errichten. Um möglichst schnell mit dem Bau beginnen zu können, will die Verwaltung deshalb auf gemeindeeigene Grundstücke zurückgreifen. Im September präsentierte die Verwaltung drei potenzielle Flächen für den Neubau: ein Grundstück an der Bremer Straße gegenüber der Müllumschlaganlage im Neubaugebiet Nenndorf-Süd, ein Grundstück am Friedhof sowie eine Erweiterung auf dem Kitagelände in Iddensen. In Iddensen steht mit rund 1.400 Quadratmetern die kleinste Fläche zur Verfügung. Mit einem Anbau wäre die Fläche voll ausgenutzt und nicht mehr erweiterbar, zudem ist die Nachfrage nach Kita-Plätzen in Nenndorf am größten. Rund 5.760 Quadratmeter stehen auf der derzeitigen Friedhofserweiterungsfläche an der Eckeler Straße zur Verfügung, genug Platz also, um den Neubau später noch zu erweitern. Allerdings könnten sich Friedhofsbesucher durch den Kinderlärm der Kita gestört fühlen. Die Fläche an der Bremer Straße ist mit rund 4.420 Quadratmetern ebenfalls für eine nachträgliche Erweiterung geeignet, jedoch handelt es sich um Ausgleichsfläche der Gemeinde.
Auf Antrag aus dem Fachausschuss hat die Gemeinde jetzt zusätzlich geprüft, ob die Grünfläche der Grundschule Nenndorf als weiterer Standort in Betracht kommt. Mit Hinweis auf die angespannte Verkehrssituation an der Schule, die zu den Stoßzeiten durch den Bring- und Hol-Verkehr der Eltern verursacht wird, hatte sich Schulleiterin Ranga Hoffmann bereits im Vorfeld gegen eine Kita auf dieser Fläche ausgesprochen. Die Einschätzung von Verkehrsplaner Dietrich Stempel stützt diese Ansicht. „Der Querweg stößt verkehrlich bereits jetzt an die Grenze seiner Kapazität“, erklärte Stempel. Eine gesonderte Zufahrt von der Schulstraße oder der Emsener Straße zum Kitagelände wäre zwar möglich, allerdings müsste die Gemeinde dafür zusätzliches Land ankaufen. Ebenfalls gegen diesen Standort spricht laut Ranga Hoffmann, dass es sich um die einzige Grünfläche der Schule handelt. Grundschüler, aber auch die Offene Jugend und die Nachmittagsbetreuung Saari spielen auf dem Rasen. Hinzu kommt, dass dann sowohl die Kita als auch die Grundschule nicht mehr erweitert werden könnten. Zwar stand keine Entscheidung an, der Fachausschuss und der Ortsrat Nenndorf sprachen sich aber auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kinderbetreuung gegen einen Kita-Neubau auf dem Schulgelände in Nenndorf aus.
Die Standortfrage soll spätestens zur Haushaltsberatung geklärt werden, damit die Mittel im kommenden Haushalt bereitgestellt werden können. Vorausgesetzt, der Rat stimmt zu, kann 2018 mit den Bauarbeiten begonnen werden.