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Seniorenbeirat wird aufgelöst

Neue Richtlinie soll für mehr Klarheit sorgen

as. Nenndorf. Der Anfang 2013 gegründete Seniorenbeirat der Gemeinde Rosengarten wird aufgelöst, lautet der kürzlich bei der Ratssitzung gefasste Beschluss des Gemeinderates. Der Versuch, älteren Menschen in der Gemeinde eine Stimme zu geben, ist vorerst gescheitert.
Bereits im Oktober 2014 hatte der Seniorenbeirat Rosengarten um seine Auflösung gebeten. Gemeinde und Beirat hatten sich darauf verständigt, erst einmal die Entwicklung des Familienbündnisses abzuwarten. Jetzt bat der Vorsitzende des Seniorenbeirates, Helmut Flügger, die Gemeinde um die offizielle Auflösung des Seniorenbeirates. Der Seniorenbeirat soll die Interessenlage und Belange älterer Menschen vertreten und dient als Verbindungsglied zwischen Senioren und der Verwaltung. In seinem kurzen Intermezzo gelang es dem Beirat im Gegensatz zu Seniorenbeiräten in anderen Gemeinden wie Jesteburg oder Seevetal jedoch nicht, eine Öffentlichkeit für die Anliegen der Senioren in Rosengarten zu schaffen.
Der Gemeinderat begab sich zunächst auf Fehlersuche. Als Ursache für das Scheitern des Seniorenbeirates wurde der „bürokratische Monsterapparat“, wie Jürgen Grützmacher die Satzung bezeichnete, genannt. Der Seniorenbeirat sei sich nicht über seine Aufgaben im Klaren gewesen, so Klaus Wilfried Kienert, SPD-Fraktionschef und 1. stv. Bürgermeister. Deshalb sollen nun die Richtlinien in den Fraktionen diskutiert und praxisnaher gestaltet werden. Kienert sprach sich ausdrücklich gegen eine Auflösung des Beirates aus, sondern stellte den Antrag, den Beirat ruhen zu lassen, bis bessere Richtlinien erarbeitet wurden.
CDU-Fraktionsvorsitzender Maximilian Leroux schlug vor, die Senioren in das Bündnis für Familie zu integrieren. Dem widersprach Kienert. Den Seniorenbeirat in das Bündnis zu integrieren, käme einer Auflösung gleich. Er betonte, wie wichtig der direkte Zugang zur Mitwirkung für die Senioren im Beirat sei.
Bürgermeister Dirk Seidler gab zu Bedenken, dass aufgrund der unter sechs Personen gesunkene Anzahl von Mitgliedern im Beirat Neuwahlen notwendig sind. Er sprach sich dafür aus, den Beirat aufzulösen und eine Neufassung der Richtlinien zu bearbeiten, dabei schloss er eine Integration des Beirates in das Bündnis für Familie nicht aus. Mit elf Gegenstimmen und einer Enthaltung wurde die Auflösung des Beirates beschlossen.