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Sitzung des Ortsrates Klecken / Thema Kiesabbau

Begehrt: Unter diesen Feldern östlich der Bendestorfer Straße kurz vor dem Ortseingang Klecken liegen Kiesvorkommen
as. Klecken. Über eine Bauvoranfrage zum Kiesabbau an der Bendestorfer Straße in Klecken will der Ortsbürgermeister Jürgen Grützmacher informieren, wenn der Ortsrat Klecken am Donnerstag, 19. Januar, 20 Uhr im Gasthaus „Die Linde“ (Poststraße 21) zusammenkommt.
Laut Vorlage plant der Landwirt Gustav-Adolf Stöver, zwischen dem Ortausgang Klecken und der Gasanlage entlang der Bendestorfer Straße, Kies abzubauen. Durch das angefragte Gebiet verläuft die Nordeuropäische Erdgasleitung (NEL). Für den Abbau sind deshalb zwei Flächen vorgesehen, die durch die NEL getrennt sind. Die NEL soll im Abbaugebiet durch Schutzstreifen und eine Böschung gesichert werden. Insgesamt umfasst die Abbaufläche für Sand und Kies rund zehn Hektar.
„Der Kiesabbau würde das Landschaftsbild nachhaltig schädigen und den Ort auf Jahre belasten“, sagt Ortsbürgermeister Jürgen Grützmacher. Die im August gestellte Bauvoranfrage wurde Ende 2016 zwar vom Antragsteller zurückgezogen, Jürgen Grützmacher befürchtet aber, dass bei einer erneuten Anfrage das Gebiet zum Abbau freigegeben werden könnte. „Mit den Gruben in Richtung Hittfeld und Eckel wäre das dann die dritte Kiesgrube in unmittelbarer Nachbarschaft“, so Grützmacher. Bereits jetzt gibt es immer wieder Beschwerden über den Verkehr der Kieslaster durch den Ort.
Die angedachte Abbaufläche liegt in einem Gebiet, das laut Raumordnungsprogramm der vorrangigen Rohstoffsicherung, also nicht dem unmittelbaren Abbau, dient. „Es ist aber nur eine Frage der Zeit, wann direkt vor unserer Haustür Kies abgebaut wird“, sagt Jürgen Grützmacher.
Ganz so schnell geht es laut Johannes Freudewald, Sprecher des Landkreises Harburg, nicht. „Auf der Fläche ist kein akkuter Kiesabbau vorgesehen“, teilte Freudewald dem WOCHENBLATT mit. Zwar sei das Gebiet laut Raumordnungsprogramm für die nächsten 20 Jahren als Vorsorgefläche vorgesehen, abgebaut werden solle hier aber erst, wenn die bereits bestehenden Anlagen leer seien. Zudem sei für die Genehmigung des Abbaus ein Raumordnungsverfahren notwendig. „Aktuell wird dort kein Kiesabbau genehmigt“, sagt der Kreissprecher.
Weitere Themen auf der Sitzung des Ortsrates sind u.a. die Beratung über den Kieslasterverkehr im Ort sowie die Herstellung eines Fußweges zwischen den Straßen Finkenweg und Kiebitzweg.