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Wachstum - nicht um jeden Preis

Möchte an der Gestaltung ihres Wohnortes mitwirken: Sabine Zöchling aus Vahrendorf
 
Diskutierte angeregt: die Arbeitsgruppe „Ortsbild“

Rosengarten 2030: Workshop „Siedlung, Wohnen und (Nah-)Erholung“ fand großes Interesse

as. Vahrendorf. „Der dörfliche Charakter Rosengartens soll erhalten bleiben“. Dieser Ansicht waren viele Teilnehmer des zweiten Workshops „Siedlung, Wohnen und (Nah-)Erholung“ zum Zukunftskonzept Rosengarten 2030.
Wie sich die Einwohnerzahl der Gemeinde Rosengarten entwickeln soll, wo neue Wohnungen entstehen können und welche Wohnformen angestrebt werden sollen, waren einige der Schwerpunkte des sehr gut besuchten Workshops.
„Das große Interesse der Bevölkerung an der Gemeindeentwicklung, besonders auch in Bezug auf die Siedlung, zeigt, dass es genau richtig war, die Bevölkerung mit einzubeziehen“, freut sich Bürgermeister Dirk Seidler über die rege Beteiligung am zweiten Workshop.
In den Arbeitsgruppen überwog dabei die Heimatverbundenheit, den Teilnehmern war die Erhaltung des Ortsbildes ein großes Anliegen. Dementsprechend sprachen sich die Workshop-Teilnehmer bei der Abstimmung „Was soll Rosengarten im Jahr 2030 auszeichen?“ am meisten für die „ländlich geprägte Gemeinde“ aus, gefolgt von der „grünen Gemeinde“.
„Ich möchte gern meinen Lebensmittelpunkt mitgestalten“, erklärt Sabine Zöchling ihre Teilnahme am Workshop. „Der ländliche Charakter soll erhalten bleiben“, so die Vahrendorferin. Besonders wichtig an ihrem Wohnort sei ihr die Nähe zum Naherholungsgebiet und der Landschaftsschutz, betont Zöchling.
Innerhalb der Gruppen wurde angeregt diskutiert und nicht immer waren sich die Mitglieder einig. Vor allem beim Thema „Bebauungsplan“ prallten die unterschiedlichen Ansichten aufeinander. Während einige Bürger sich eine stärkere Regulierung durch den Bebauungsplan wünschen, um das Ortsbild zu erhalten, forderten andere eine Lockerung der Vorgaben, um z.B. Grundstücksteilungen und eine dichtere Bebauung zu ermöglichen. Immer wieder betont wurde der Wunsch, das Ortsbild der Dörfer zu erhalten.
Übereinstimmende Vorschläge, wo und wie künftige Bauflächen entstehen können, gab es nicht. Entsprechend der Ergebnisse der im Vorwege des Zukunftskonzepts Rosengarten 2030 erfolgten Bürgerbefragung sprachen sich die Teilnehmer der Veranstaltung für gleichbleibende Einwohnerzahlen bzw. ein geringes Wachstum der Einwohnerzahlen von 2 Prozent bis 2030 aus. „Wir benötigen ein moderates Wachstum der Einwohnerzahlen für die Gemeinde“, betont Dirk Seidler. Bei einer gleichbleibenden Bevölkerungszahl drohten Einnahmeverluste, da der Anteil der Älteren ansteige und dadurch der Erwerbstätigenanteil in der Gemeinde schrumpfe. Um weiterhin attraktive Angebote für die Bevölkerung schaffen zu können, sei die Gemeinde auf wachsende Einwohnerzahlen angewiesen.
Die vielfältigen Meinungsbilder der Bevölkerung mit den Bedürfnissen der Gemeinde unter einen Hut zu bringen, ist nun Aufgabe der Politik.
Es folgen noch zwei weitere Workshops. Die Ergebnisse der Veranstaltungen sollen die Grundlage für zukünftige Planungen des Gemeinderats bilden.
• „Mobilität, Verkehr, Umwelt“ ist das Thema des nächsten Workshops am Donnerstag, 3. Dezember, um 19 Uhr im Hotel Cordes (Sottorfer Dorfstraße 2) in Sottorf.