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Wildpark Parkplatz

Ortsbürgermeister der Ortschaft Ehestorf-Alvesen Klaus Meyer-Greve
as. Ehestorf. Mehr als 70 Ehestorfer und Vahrendorfer Bürger erschienen zur Sitzung des Ortsrates Ehestorf-Alvesen. Unter ihnen auch Arne Vaubel, Geschäftsführer des Wildparks Schwarze Berge, und Dirk Seidler, Bürgermeister der Gemeinde Rosengarten. Auf der Agenda: die Schaffung von zusätzlichen Parkplätzen für den Wildpark Schwarze Berge im Landschaftsschutzgebiet (das WOCHENBLATT berichtete) und die Überplanung der Zu- und Abfahrt des Wildparks.
Klaus Meyer-Greve, Bürgermeister der Ortschaft Ehestorf-Alvesen, stellte die Ergebnisse der Arbeitsgruppe zur Parkplatzsituation zur Diskussion. Auf der einen Seite der Ortsrat, der verhindern will, dass im Landschaftsschutzgebiet Parkplätze entstehen, und erst einmal andere Optionen prüfen will. Auf der anderen Seite Arne Vaubel, der keine Alternative zu den bereits von ihm gekauften Flächen sieht.
Arne Vaubel stellte sich den Fragen der Bürger. Dabei gelang es ihm nicht, die Skepsis der Bürger gegenüber der Bereitstellung der von ihm erworbenen Landschaftsschutzflächen (LSF) als Ausweichparkplätze zu zerstreuen. „Der Wildpark denkt nicht in Fünf-Jahres-Schritten, sondern auf 20 bis 30 Jahre hin. Das ist doch die einzige Fläche, wohin der Park noch ausweichen kann“, verlieh ein Bürger seinen Befürchtungen, dass die Bereitstellung von Parkplätzen nur ein Anfang für die Expansion des Parkes sei, Ausdruck. Vaubel stritt Erweiterungspläne jedoch ab.
Auch andere Besucher der Versammlung sprachen sich gegen die Nutzung der LSF für parkende Autos aus. „Für zehn Tage opfere ich keine sieben Hektar Landschaftsschutzgebiet!“ - für diese Worte erhielt Volkmar Block (Bündnis 90/Die Grünen) Applaus.
Immer wieder wurde die Frage nach einer Verlagerung des Verkehrs nach Außerhalb des Ortskerns aufgeworfen. Rosengartens Bürgermeister Dirk Seidler gab an, dass die bereits bestehenden Busverbindungen, wie der kostenfreie Bus-shuttle im Regionalpark Rosengarten, kaum genutzt würden. Auch Vaubel räumte einem Ausbau des Busverkehrs kaum Chancen ein: „Die Menschen wollen nicht mehr laufen.“ Für eine Zusammenarbeit mit dem HVV wie beim HSV-Stadion sei der Wildpark außerdem zu klein.
Ortsratsmitglied Angela Piotrowski, die als Anwohnerin am Kiekeberg von den Parkplätzen in ihrer Sichtachse direkt betroffen wäre, gab Vaubel recht. „Man kriegt die Autos nicht aus dem Dorf raus“, so Piotrowski, „wir müssen uns dem stellen!“
Einstimmig beschloss der Ortsrat, dass zunächst die bestehenden Parkplätze optimiert werden sollten. Die Ausweisung von Parkflächen im Landschaftsschutzgebiet sei zu vermeiden und Alternativen gründlich zu prüfen.
Aus Gründen der Verkehrssicherheit und aufgrund des Straßenzustandes sprach sich der Ortsrat in seinem Beschluss gegen die vorgeschlagene Verkehrsführung über die Professor-Strache-Allee und die Straße „Am Blöcken“ aus.
Vom Ortsrat und den Bürgern bestärkt wird sich Klaus Meyer-Greve in der Arbeitsgruppe weiter für den Erhalt der Flächen einsetzen.
• Hoch her ging es bei dem Thema auch in der Sitzung des Bauausschusses in Rosengarten.
Klaus Meyer-Greve hielt es teilweise nicht auf dem Stuhl. Er warf dem von der Gemeinde beauftragten Planer Dietrich Stempel vor, den Parkplatzbedarf des Wildparks nur auf Annahmen hin festgelegt zu haben, und forderte dazu auf, zunächst die vorhandenen Parkplätze zu optimieren. Maximilian Leroux, CDU-Fraktionschef, sagte, dass man Meyer-Greve ebenso die Aufstellung kühner Behauptungen vorwerfen könne. Dem Vorsitzenden Jürgen Grützmacher wurde es zu bunt, er würgte Meyer-Greve kurzerhand ab. Nun soll die Verkehrslenkung in den Fraktionen beraten werden, außerdem soll sich der Ortsrat Vahrendorf dazu äußern.
Um zu Spitzenzeiten den Rückstau der Wildparkbesucher Am Sandberg zu verhindern, schlug Stempel die Lenkung durch eine Ampel vor. Die Frage, ob die für eine Ampelanlage fälligen rund 100.000 Euro für anderthalb Stunden Stau an zehn Tagen im Jahr gerechtfertigt sind, wurde vertagt.