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"Wir leben den europäischen Gedanken"

Eintrag in das Goldene Buch: Nyergesújfalus Bürgermeisterin Magdolna Mihelik mit Bürgermeister Wolf-Egbert Rosenzweig
mi. Neu Wulmstorf. Es ist eine ganz besondere Partnerschaft: Seit 25 Jahren sind die Gemeinde Neu Wulmstorf und die ungarische Stadt Nyergesújfalu in Freundschaft verbunden, zwischen den Verwaltungen aber auch zwischen Vereinen und einzelnen Familie gibt es vielfältigen Austausch. Jetzt wurde im Rathaus in Neu Wulmstorf die "Silberhochzeit" zwischen den beiden Kommunen mit einen Festakt gewürdigt.
"Ich habe diese Partnerschaft nunmehr zehn begleitet und kann sagen, dass sie wirklich gelebt wird", sagte Neu Wulmstorfs Bürgermeister Wolf-Egbert Rosenzweig in seiner Rede bei einen Festakt für geladene Gäste. Darunter waren neben Gästen aus Wirtschaft und Politik auch Nyergesújfalus Bürgermeisterin Magdolna Mihelik zusammen mit einer Delegation aus ungarischen Ratsmitgliedern und die Männer der ersten Stunde: Nyergesújfalus ehemaliger Bürgermeister Józef Miskolczi und Neu Wulmstorfs ehemaliger Gemeindedirektor Jürgen Badur, die gemeinsam mit dem mittlerweile verstorbenen Neu Wulmstorfer Bürgermeister Erich Kanebely die Partnerschaft im Jahr 1991 aus der Taufe hoben.
"25 Jahre sind historisch betrachtet nicht der Rede wert und doch haben wir mit dieser Partnerschaft Geschichte geschrieben", sagte Nyergesújfalus ehemaliger Bürgermeister Józef Miskolczi. Er erinnerte daran, dass die Partnerschaft eigentlich eine "Dreiecksbeziehung" sei. Hintergrund: Nyergesújfalu pflegt nicht nur Beziehungen zu Neu Wulmstorf, sondern auch zu der in Baden-Württemberg gelegenen Gemeinde Karlsdorf-Neuthard. Weil man einen gemeinsame Partnerstadt in Ungarn hat, sind mittlerweile auch zwischen den beiden deutschen Kommunen enge Beziehungen entstanden.
Nyergesújfalus Bürgermeisterin Magdolna Mihelik bezeichnete in Anlehnung an das Kurt Tucholsky-Zitat "Freundschaft das ist wie Heimat" die Partnerschaft zwischen den beiden Kommunen als "Heimat". Die Bürgermeisterin verwies auf enge Verbindungen zwischen Deutschland und Ungarn, die bis in das 18. Jahrhundert zurückreichten. Sie freue sich, dass so viele die Partnerschaft bis heute trügen.
Und wie kam es zu der Partnerschaft? Dazu plauderte Gemeindedirektor a. D. etwas aus dem Nähkästchen. Demnach wollte man damals in Neu Wulmstorf das Besondere. So fiel die Wahl auf Ungarn. "Nyergesújfalu das hat einfach gepasst, wir haben gar keine weitere Stadt mehr angeschaut" ,erinnert sich Badur. Der Legende nach soll es um die Deutsche Delegation dabei nach dem ersten Schluck ungarischen Biers bereits geschehen gewesen sein...
Ernsthafter ging es bei der Frage Europa zu. Wolf Egbert Rosenzweig zeichnete das Bild einer von nationalen Interessen zerrissenen Landschaft der einzelnen Läner. "Trotz all der Differenzen und Egoismen in der EU - mit ihrer Partnerschaft leben Nyergesújfalu und Neu Wulmstorf den europäischen Gedanken". Passend fiel auch das Gastgeschenk der Gemeinde aus. Wolf-Egbert Rosenzweig schenkte seiner ungarischen Kollegin eine Winterlinde, die in Nyergesújfalu eingepflanzt werden soll. Für den Transport wird die Freiwillige Feuerwehr sorgen. Im Anschluss der Feierlichkeiten trug sich Magdolna Mihelik in das Goldenen Buch der Gemeinde Neu Wulmstorf ein.