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Buchweizen - Der etwas andere Weizen

Diplom-Oecotrophologin (FH) Karin Maring gibt Ernährungstipps (Foto: archiv)

Ernährungstipp von Karin Maring

(nw). Karin Maring (56), Ernährungsexpertin im Freilichtmuseum am Kiekeberg (Ehestorf/ Landkreis Harburg), gibt einmal im Monat für die WOCHENBLATT-Leser einen Ernährungstipp. Die Diplom-Oecotrophologin (FH) aus Hamburg berät ehrenamtlich im Freilichtmuseum die Besucher und Mitarbeiter rund um gesundes und leckeres Essen.
Ihr Ernährungstipp: Buchweizen Der Erinnerung an traditionelle Sorten und alternativen Ernährungsformen haben wir die Wiederentdeckung des Buchweizens zu verdanken. Botanisch hat diese Pflanze gar nichts mit Getreide zu tun. Es ist ein Knöterichgewächs wie Garten-Schlingpflanzen oder Rhabarber. In der Lüneburger Heide wird Buchweizen zwischen Juni und September wieder verstärkt angebaut. Daraus hergestellte Spezialitäten wie Buchweizentorte (mit Blaubeeren!), Grütze oder Pfannkuchen sind auf Speisekarten zu finden.
Die dreikantigen Nüsschen erinnern an Bucheckern und sehen gemahlen dem Weizenmehl sehr ähnlich, daher vermutlich der Name. Buchweizenmehl enthält kein Klebereiweiß „Gluten“ und hat deswegen andere Koch- und Backeigenschaften als Weizen. Bei herkömmlichen Rezepten wird es meist mit Getreidemehlen gemischt. Buchweizenfrüchte und -mehl gibt es in gut sortierten Lebensmittelgeschäften und Bioläden. Bei Gluten-Unverträglichkeit ist diese heimische Delikatesse eine gesunde Alternative. Da die Eiweißzusammensetzung ebenso ausgewogen wie bei der Sojabohne ist, hat Buchweizen eine hohe biologische Wertigkeit.

- Probier-Tipp: Bereiten Sie einen dünnflüssigen Teig aus 2 Eiern, 1-2 Eßlöffeln Zucker (oder Honig, Sirup), 1 gr. Becher Milch oder Wasser (1/4 l), 5 gehäufte Esslöffel Buchweizenmehl (75 g) und einer Prise Salz zu. Daraus kleine Pfannkuchen braten oder mit Apfelschnitzeln in einer Auflaufform im Backofen ein Dessert zubereiten. Guten Appetit!