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Das ändert sich alles im neuen Jahr: Die wichtigsten Gesetzesänderungen in der Übersicht

(as). 2018 stehen viele wichtige Änderungen für die Bürger an: Unter anderem steigen Kindergeld und Hartz IV-Regelsatz, die Beitragssätze für die Renten- und Krankenversicherung sinken. Das ändert sich 2018 noch:
Mindestlohn: Ab 1. Januar gilt der gesetzliche Mindestlohn von derzeit 8,84 Euro ausnahmslos in allen Branchen. Tarifverträge, die unter dem Mindestlohn liegen, sind dann nicht mehr zulässig.
Steuererklärung: Ab 2018 gilt eine neue Abgabefrist für die Steuererklärung: Diese muss zukünftig bis zum 31. Juli des Folgejahres beim Finanzamt eingehen. Der Steuerberater hat dafür bis Februar des übernächsten Jahres Zeit.
Einkommensteuer: Der Grundfreibetrag steigt: Zukünftig müssen ledige Erwachsene ihr Jahreseinkommen erst ab 9.000 Euro, statt wie bisher ab 8.820 Euro, versteuern. Der Kinderfreibetrag wächst um 72 Euro auf 4.788 Euro.
Kindergeld: Das Kindergeld wird angehoben: Monatlich gibt es jetzt zwei Euro mehr. Für die ersten beiden Kinder sind das jeweils 194 Euro pro Monat, beim dritten Kind 200 Euro und für jedes weitere Kind 225 Euro. Das Kindergeld kann künftig nur noch sechs Monate rückwirkend beantragt werden.
Unterhalt: Bei minderjährigen Trennungskindern steigt der Mindestsatz beim Unterhalt je nach Alter des Kindes und dem Einkommen der Eltern um sechs bis zwölf Euro. Gleichzeitig werden die Einkommensklassen reformiert.
Hartz IV: Der Regelsatz steigt: Alleinstehende Hartz IV-Empfänger erhalten zukünftig 416 Euro statt 409 Euro pro Monat. Paare erhalten monatlich 374 Euro pro Person, das sind sechs Euro mehr als bisher.
Rente: Der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung sinkt von 18,7 auf 18,6 Prozent. Die staatliche Grundzulage für Riestersparer steigt von 154 auf 175 Euro. Die Erwerbsminderungsrente steigt. Um die Betriebsrente zu fördern, erhalten Arbeitgeber ab Januar einen Steuerzuschuss, wenn sie Geringverdiener bei den Betriebsrentenbeiträgen unterstützen.
Krankenversicherung: Der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung sinkt von 1,1 auf 1 Prozent des Bruttolohns.
Mutterschutz: Auch Schülerinnen und Studentinnen können zukünftig den Mutterschutz in Anspruch nehmen. Es gibt kein Arbeitsverbot mehr gegen den Willen der Schwangeren, werdende Mütter erhalten mehr Entscheidungsfreiheit bei der Sonntags- und Nachtarbeit. Arbeitgeber werden stärker in die Pflicht genommen, sie müssen Schwangere an ihrem Arbeitsplatz zukünftig vor Gefahren schützen.
Verkehr: Die Plakette für die Hauptuntersuchung ist 2018 grün. Bei der Abgasuntersuchung ist ab Januar die sogenannte „Endrohrmessung“ Pflicht. Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h, z.B. Mofas, müssen ab Januar bei einer Erstzulassung die verschärfte Schadstoffnorm Euro 4 erfüllen. Neuwagen müssen ab September die Schadstoffklasse 6c erfüllen. Weiterhin müssen Neuwagen ab März mit dem automatischen Notrufsystem „eCall“ ausgerüstet sein.
Die Lkw-Maut wird ausgeweitet: Ab dem 1. Juli wird für Lkw ab einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen auch auf allen Bundesstraßen eine Lkw-Maut erhoben.
Ab 2018 gelten neue Kfz-Versicherungstarife. Grundlage sind die neu berechneten Regional- und Typklassen. Neue Winter- und Ganzjahresreifen müssen ab Januar das Alpine-Symbol, ein Berg-Piktogramm mit einer Schneeflocke, tragen. Das M+S-Symbol reicht nicht mehr aus. Bereits gekaufte Winterreifen dürfen noch bis zum 30. September 2024 gefahren werden.
Kreditkarten: Ab dem 13. Januar dürfen Händler sowohl online als auch offline für Buchungen und Einkäufe keine gesonderten Gebühren mehr für Kartenzahlungen, Überweisungen und Lastschriften verlangen. Das gilt europaweit.
Verbraucher haften für einen Missbrauch ihrer Kreditkarte oder ihres Online-Bankkontos nur noch mit bis zu 50 Euro statt wie bisher mit bis zu 150 Euro.
Bargeld: Der 500 Euro-Schein wird abgeschafft. Die Ausgabe der Banknoten wird gegen Ende 2018 eingestellt, die im Umlauf befindlichen Banknoten behalten weiterhin ihre Gültigkeit.
Reisen: Ab dem 1. Juli 2018 sind auch Verbraucher, die eine Reise im Internet buchen, besser geschützt. Betreiber von Reiseportalen können zukünftig wie ein Reisebüro in die Pflicht genommen werden. Das gilt auch dann, wenn der Kunde eine Reise mit mehreren Elementen wie z.B. Flug, Hotel und Mietwagen zusammenstellt.