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Das lohnt sich: Steuerklärung jetzt in Angriff nehmen

(as). Ende Mai ist sie fällig, die Einkommensteuererklärung 2016. Auch wer nicht zur Abgabe verpflichtet ist, sollte sich rechtzeitig mit seiner Steuererklärung auseinandersetzen - es kann sich lohnen. Die elektronische Steuererklärung kann vom Arbeitnehmer selbst z.B. mit dem Elster-Online-Portal oder mit professioneller Steuersoftware erstellt werden. Wer unsicher ist, kann sich vom Steuerberater oder von einem Lohnsteuerhilfeverein beraten lassen.
„Viele staunen nach der Beratung, was alles absetzbar ist“, sagt Steuerberater Dipl.-Volksw. Wolfgang Schnitter. Sein wichtigster Spartipp für Arbeitnehmer: Die Werbungskosten (Anlage N). Darunter fallen alle beruflichen Ausgaben, die vom Arbeitgeber nicht ersetzt werden, z.B. Bewerbungsschreiben oder die Fahrt zum Vorstellungsgespräch. Auch der tägliche Arbeitsweg gehört dazu. Arbeitnehmer können hier für eine Strecke 30 Cent pro Entfernungskilometer absetzen. „Viele Arbeitnehmer kommen allein mit ihren Fahrtkosten über die Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro“, sagt Wolfgang Schnitter. Abgesetzt werden können zudem auch Ausgaben z.B. für eine Putzhilfe (haushaltsnahe Dienstleistungen) oder den Schornsteinfeger (Handwerkerkosten).
Auch viele Rentner müssen mittlerweile eine Steuererklärung abgeben. Sie können z.B. Kosten für Kranken- und Pflegeversicherungen als Vorsorgeaufwendungen absetzen.
Wichtig: Auch als Angestellte alle Belege, die für die Steuer relevant sein könnten, sammeln und aufbewahren. Auch wenn seit Januar die Belege nicht mehr mit der Steuererklärung mitgeschickt werden müssen, können sie vom Finanzamt noch bis zu einem Jahr nach dem Erhalt des Steuerbescheids angefordert werden.
Das sind die Abgabefristen: Arbeitnehmer können ihre Einkommenssteuererklärung bis zu zwei Jahre rückwirkend abgeben. Die Abgabefrist ist der 31. Mai 2017. Wer später abgibt, muss unter Umständen einen Verspätungszuschlag zahlen. Wer einen triftigen Grund, z.B. Krankheit oder einen Umzug, vorweisen kann, sollte vor dem 31. Mai Verlängerung beantragen. Auch wer seine Steuererklärung von einem Steuerberater machen lässt, sollte das rechtzeitig dem Finanzamt angeben, dann gilt der 31. Dezember als Abgabetermin. Der Steuerbescheid kommt dann etwa sechs Wochen bis sechs Monate nach Abgabe.