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„DVB-T2 HD“ kommt - Infos zur Umstellung des Antennensignals

Ende März wird eine neue Übertragungsvariante, das sogenannte „DVB-T2 HD“, eingeführt. Receiver und Fernsehgeräte, die bisher DVB-T empfangen haben, sind nicht mit dem neuen Format kompatibel und funktionieren dann nicht mehr
 
„Mit dem Receiver-Kauf nicht bis zur Umstellung warten“, rät Elektro-Fachhändlerin Birte Bellmann ihren Kunden
(as). Wer seine Fernsehsender über die Antenne per DVB-T empfängt, sieht ab 29. März schwarz - zumindest, wenn er sich nicht vorab um ein neues Empfangsgerät gekümmert hat. Denn Ende März wird eine neue Übertragungsvariante, das sogenannte „DVB-T2 HD“, eingeführt. Receiver und Fernsehgeräte, die bisher DVB-T empfangen haben, sind nicht mit dem neuen Format kompatibel und funktionieren dann nicht mehr.
Was ändert sich?
Mit der Umstellung auf die neuen Frequenzen sollen mehr Übertragungskapazitäten für den Mobilfunk frei werden, zudem wird durch das neue „DVB-T2 HD“-Signal die Bildqualität erhöht. Öffentlich-rechtliche Sender sind dann in „Full HD“-Auflösung zu empfangen. Auch die Anzahl der Programme wird ausgeweitet, über das kostenpflichtige Angebot „freenet.tv“ können über die Antenne zukünftig auch private Sender empfangen werden.
Wie kann man „DVB-T2 HD“ empfangen?
„Wer weiterhin über Antenne fernsehen möchte, sollte unbedingt darauf achten, dass der Receiver ‚DVBT2 HD‘-geeignet ist“, rät Birte Bellmann, Geschäftsführerin des Elektronik-Fachmarktes EP Bellmann in Buchholz. Das gilt auch für Fernsehgeräte mit eingebautem Empfänger. „Der Zusatz ‚HD‘ ist ganz wichtig“, so Bellmann. Mit den neuen Receivern können die Sender weiterhin über die Außenantenne empfangen werden.
Kann ich „DVB-T2 HD“ auch mit einem Röhrenfernseher sehen?
Ja, sofern er an einen „DVB-T2 HD“-Receiver angeschlossen ist. Beim Receiver-Kauf sollten die Besitzer eines Röhrenfernsehers darauf achten, dass das Empfangsgerät über einen SCART-Anschluss verfügt. Die bessere Bildqualität macht sich im Röhrenfernseher allerdings nicht bemerkbar. Wer in höherer Auflösung fernsehen möchte, benötigt einen Fernseher, der „Full HD“-geeignet ist.
Kann ich mit jedem Receiver öffentlich-rechtliche und private Sender empfangen?
Nein, nicht alle neuen Receiver können Privatsender empfangen. Wer nur das öffentlich-rechtliche Programm schauen möchte, der kann auf einen einfachen „DVB-T2 HD“-Receiver zurückgreifen, zu erkennen am grünen „DVB-T2 HD“-Logo, das auf vielen Geräten angebracht ist. Das blaue „freenet.tv“-Logo zeigt an, ob mit dem Receiver zusätzlich private Sender empfangen werden können. Bis Mitte des Jahres ist das Privatfernsehen kostenfrei, danach wird für diese Sender eine Gebühr von 69 Euro im Jahr fällig.
Gibt es die Geräte schon jetzt zu kaufen?
Die neuen Empfangsgeräte sind jetzt schon im Handel erhältlich. Bis zur Umstellung funktionieren die neuen Receiver auch mit dem „alten“ DVB-T-Signal. Der Tipp vom Fachhändler: Nicht bis zur Umstellung warten, sondern sich jetzt um einen Receiver kümmern, da es im März zu Lieferengpässen kommen könnte.
Wer über Kabel oder Satellit fernsieht, ist von der Umstellung nicht betroffen.
• Mehr Infos und ein Empfangscheck auf www.dvb-t2hd.de

Was bedeutet DVB-T?
DVB-T steht für „Digital Video Broadcasting – Terrestrial“, eine Übertragungsvariante der Funkübertragung von digitalen Fernsehsignalen, die via Antenne empfangen werden.
„DVB-T2 HD“ ist der Nachfolger dieser Übertragungsvariante und bietet mit Full-HD eine bessere Bildqualität sowie mehr Programme.