Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Müdigkeit ähnlich gefährlich wie Alkohol

(as). Übermüdung hat eine ähnliche Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit wie Alkohol, darauf weist jetzt die Kampagne „Vorsicht Sekundenschlaf!“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR), des Verkehrsministeriums und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung hin.
Müdigkeit beeinträchtigt die Konzentration, das Gefahrenbewusstsein und das Reaktionsvermögen. „Jede Stunde ohne Schlaf erhöht das Risiko für einen Verkehrsunfall“, sagt Dr. Hans-Günther Weeß, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin. Und ergänzt: „Wer 17 Stunden wach ist, hat ein verzögertes Reaktionsvermögen vergleichbar mit einem Blutalkoholspiegel von rund 0,5 Promille.“
Oft werden erste Müdigkeitsanzeichen wie vermehrtes Gähnen, brennende Augen oder der Tunnelblick nicht ernst genommen. Laut einer DVR-Umfrage ist jeder Vierte schon einmal beim Autofahren eingenickt. „Wer erste Anzeichen von Müdigkeit verspürt, sollte auf einen Parkplatz fahren, eine Pause einlegen und einen Kurzschlaf von zehn bis 20 Minuten einlegen“, rät DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf. Auch Bewegung an der frischen Luft kann helfen.