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Bäckerei Wohlgemuth wird Willert-Filiale

Freuen sich auf den gemeinsamen Ruhestand: Roswitha Köster und Karl-Heinz Wohlgemuth
Rosengarten: Bäckerei Wohlgemuth |

"Endlich mal ausschlafen" sagt Karl-Heinz Wohlgemuth

uhg. Nenndorf. Über drei Generationen wurde die Familienbäckerei Wohlgemuth betrieben. Nun hat sich nach 31 Berufsjahren Bäckermeister Karl-Heinz Wohlgemuth zum Ruhestand entschlossen und übergibt seine Bäckerei an Sören und Tobias Willert.
Mit der Geschäftsaufgabe verliert die Region auch den rollenden Bäckerwagen, mit dem der Bäckermeister von seiner Nenndorfer Bäckerei in der Bremer Straße seiner Kundschaft noch heute drei Mal wöchentlich auf verschiedenen Routen frische Brot- und Backwaren bringt.
Erst backt Karl-Heinz Wohlgemuth Brot und Brötchen, dann steigt er in seinen Verkaufswagen und besucht seine Kunden - und das seit 31 Jahren. Mit dem rollenden Verkauf begann sein Großvater Paul Wohlgemuth. Der war 1924 Firmengründer der Bäckerei in der Bremer Straße. Mit einem sogenannten „Hundewagen“ brachte er die Backwaren über die Feldwege zu den Höfen und Gaststätten. Vater Werner führte die Tradition fort, bis Karl-Heinz die Bäckerei und den rollenden Bäckerwagen 1984 in dritter Generation übernahm.
„Ich setze mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge zur Ruhe“, sagt Karl-Heinz Wohlgemuth. „Die vergangenen 16 Jahre habe ich sieben Tage die Woche gearbeitet. Jetzt freu ich mich darauf, endlich einmal ausschlafen zu können.“ Bereits im Alter von 22 Jahren machte Wohlgemuth seinen Meister. Er ist Obermeister der Bäckerinnung und lebt das Handwerk mit großem Engagement. „Wir Traditionsbäcker können bis heute Qualität, Vielfalt und Kundenservice in die Waagschale werfen“, sagt er mit Blick auf die stetig wachsende Konkurrenz in den Supermärkten. „Wir backen alles selbst.“ Ein Teil der Produkte wird im Geschäft verkauft und im hauseigenen Cafe angeboten, der andere geht auf Tour.
Seit 27 Jahren ist der 61-Jährige Obermeister der Kreise Harburg und Lüneburg, seit sieben Jahren Landesinnungsmeister von Niedersachsen und Bremen. „Wir sanieren gerade die Fachschule in Hannover, das liegt mir sehr am Herzen. Dort habe ich damals schon die eigene Meisterprüfung gemacht. Ein paar Referate möchte ich noch halten. Auch eine beratende Tätigkeit kann ich mir durchaus vorstellen.“
Ab 1. Mai wird dann das blau-gelbe „Willert-Logo“ über dem Ladengeschäft prangen.
Sören Willert und sein Cousin Tobias Willert entstammen ebenfalls einem Familienunternehmen. Mit Übernahme der Bäckerei Wohlgemuth besitzt das Unternehmen die 13. Filiale in der Region.
Am 1. Mai öffnet die neue „Willert-Filiale“ von 8 bis 11 Uhr und lädt die Gäste zu einem Sektempfang.