Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Doch kein Dessous-Deal mit den "Zucker-Schwestern"

Während der Show sah noch alles gut aus: Die Schwestern Sabrina Schönborn (li.) und Laura Gollers präsentierten das Startup „SugarShape“ (Foto: VOX)
 
Mit Modells verschiedener Größe demonstrierten Sabrina Schönborn (li.) und Laura Gollers das "SugarShape-Prinzip (Foto: VOX)

mi. Stelle. Doch kein Deal. Mit ihrem Konzept, perfekt angepasste BHs und Bademode per Onlineshop anzubieten, waren die Startup-Gründerinnen Sabrina Schönborn (35) und Laura Gollers (27) aus Stelle bei der im Privatfernsehen ausgestrahlten Show „Die Höhle der Löwen“ angetreten und überzeugten die Investoren. Jetzt, nach Ausstrahlung der Sendung, kommt heraus, der Deal ist offenbar geplatzt. Allerdings haben die Startup-Schwestern wohl einen anderen Investor gefunden.

Es sah so gut aus, zumindest im Fernsehen. Vor einem Millionenpublikum überzeugten Sabrina Schönborn und Laura Gollers das Investoren-Duo Judith Williams und Frank Thelen von ihrem Unternehmen „SugarShape“. Die zwei Schwestern führen ein Onlineportal, das perfekt angepasste BHs und Bademode vertreibt. Ihr gefalle das Konzept sehr gut, auch sie fühle sich bisweilen wie ein Ufo, wenn sie keine passende Wäsche finde, lobte Judith Williams. Auch Investor Frank Thelen ließ sich überzeugen. Am Ende der Show stand der Deal. Für 20 Prozent Unternehmensbeteiligung wollten Williams und Thelen mit 500.000 Euro einsteigen. Geboten hatten die Schwestern zehn Prozent.
Doch wie es aussieht, hatte die Realität das Fernsehen schon längst überholt. Denn nachdem die Fernsehshow gelaufen ist, kommt raus: Der Dessous-Deal ist geplatzt. Aufgezeichnet wurde die Sendung im Winter dieses Jahres, offenbar haben Thelen und Williams danach auch mit den SugarShape-Schwes-
tern zusammen gearbeitet. So präsentiert sich der Onlineauftritt heute professioneller, und das Unternehmen ist mit der Marketingabteilung nach Hamburg-Harburg umgezogen. Allerdings sind die zwei „Löwen“ bis heute keine Gesellschafter des Startups.
Die SugarShape-Schwestern wollen sich zu den Einzelheiten nicht äußern und ließen über die Marketingabteilung mitteilen: „Nach Aufzeichnung der Show standen wir in intensivem Austausch mit beiden Löwen, mit denen wir uns auf Anhieb sehr gut verstanden haben. Mit Judith haben wir z.B. an neuen Produktideen und mit Frank an unserer Online-Strategie gearbeitet. Zwar ist am Ende der Deal aus der Show so nicht zustande gekommen, aber es gibt bereits Ideen für eine zukünftige Kooperation. Wir freuen uns weiterhin, dass wir einen anderen, neuen Investor gewinnen konnten.“ Wer der neue Geldgeber ist, wollte „SugarShape“ nicht verraten.


Moment mal

„Sugar-Schwestern“ im Stress?
Am Dienstag fieberte ich mit den Schwestern Sabrina Schönborn und Laura Gollers im TV mit. Die jungen Frauen kamen sympathisch rüber. Dass am Ende sogar zwei Investoren den jungen Unternehmerinnen helfen wollten, fand ich klasse. Doch offensichtlich scheint das Bild im TV zu trügen - oder ist der Erfolg den „Sugar-Schwestern“ zu Kopf gestiegen? Mein Kollege bat mehrfach vergeblich um ein Telefon-Interview. Anfragen sollten ausschließlich schriftlich gestellt werden - schließlich seien die Frauen gerade in Köln beim Frühstücksfernsehen. Auch für die Morgenpost-Kollegen hatten die Damen keine Zeit.
Soll man sich darüber ärgern? Eigentlich nicht. Viel mehr freue ich mich über den Erfolg anderer „Löwen“-Teilnehmer aus unserer Region. Die „Ankerkraut“-Gründer Anne und Stefan Lemcke beantworteten nach der Sendung gern alle Fragen - telefonisch. Im Gegensatz zu den Schwestern ist das Paar offensichtlich nicht nur im TV aufgeschlossen und kommunikativ.
Sascha Mummenhoff