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Endspurt für Steuersparer

Werden Ausgaben vorgezogen oder verschoben, lassen sich Steuern sparen (Foto: archiv fotolia/Marco_2811)
(as). Wer jetzt noch schnell seine Abgabenlast für 2017 optimieren möchte, sollte die letzten Wochen des Jahres zum Steuerendspurt nutzen, das rät der Bund der Steuerzahler (BdSt).
Der BdSt empfiehlt, vor Jahresende schon einmal einen „Kassensturz“ zu machen, um zu überprüfen, ob bestimmte Pauschbeträge oder andere wichtige Grenzen bereits überschritten wurden.
• Arbeitnehmer-Pauschbetrag: Ist der Betrag von 1.000 Euro pro Jahr schon überschritten oder liegt man knapp darunter, kann es sinnvoll sein, noch in diesem Jahr in die Anschaffung von Fachbüchern oder Arbeitskleidung zu investieren. Wer weit unter der Grenze liegt, kann die Anschaffungen laut BdSt besser ins nächste Jahr verschieben. Wer Gegenstände für berufliche Zwecke anschaffen will, die mehr als 410 Euro und maximal 800 Euro netto kosten, sollte mit dem Kauf bis zum neuen Jahr warten: Ab 2018 können diese Ausgaben nämlich direkt im Jahr der Anschaffung bei der Steuer abgesetzt werden.
• Auch die Kosten für Zahnersatz, Brillen oder Zuzahlungen zu Rezepten können bei der Einkommenssteuererklärung als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden, sofern die zumutbare Eigenbelastung überschritten wird. Diese ist je nach Höhe des Einkommens, Familienstand und Anzahl der Kinder unterschiedlich hoch. Wer knapp unter der Grenze liegt, sollte z.B. noch in diesem Jahr die neue Brille kaufen, wenn dadurch die Grenze überschritten wird.
• Auch wer demnächst in Rente oder Elternzeit geht, kann laut BdSt womöglich sparen, wenn er Ausgaben vorverlegt. Steht schon jetzt fest, dass der Steuerzahler im nächsten Jahr wesentlich niedrigere Einkünfte erzielt, sollten Ausgaben wie z.B. Handwerkerleistungen oder Werbungskosten noch ins Jahr 2017 vorgezogen werden. Werden 2018 keine oder nur noch wenig Einkommenssteuer gezahlt, können die Ausgaben unter Umständen nicht mehr steuermindernd genutzt werden.
• Anträge auf Kindergeld sollten noch vor dem Jahreswechsel gestellt werden: Ab Januar 2018 wird das Kindergeld nur noch rückwirkend für sechs Monate gezahlt statt wie bisher für vier Jahre.
• Mieter können auch mit der Betriebskostenabrechnung sparen: Beauftragt der Vermieter oder die Hausverwaltung jemanden mit der Reinigung des Hausflures oder der Gartenpflege, kann der Mieter seine anteiligen Kosten in seiner Einkommenssteuererklärung als haushaltsnahe Dienstleistungen bzw. Handwerkerleistungen geltend machen.
• Mehr Infos unter www.steuerzahler.de.