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Innungsversammlung zog Bilanz

Obermeister Klaus Maack (li.) und Referent Frank Niemann

Metallhandwerk hat trotz glänzender Berufsaussicht Nachwuchssorgen

gb. Nenndorf. Eine gemischte Bilanz zog das Metall-Handwerk des Kreises Harburg auf seiner diesjährigen Innungsversammlung im Nenndorfer „Hotel Rosenhof“. In der Halbjahresumfrage zur aktuellen wirtschaftlichen Situation der Unternehmen bezeichnen sieben von zehn Betrieben diese zumindest als befriedigend. Der durchschnittliche Auftragsbestand stieg um knapp zwei auf jetzt gut neun Wochen an. Gleichwohl sank der Optimismus in der Branche. Nur noch knapp 40 Prozent der Metaller, und damit knapp 10 Prozent weniger als im Vorquartal, erwarten eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in den nächsten Monaten. In der Folge senkt diese Einschätzung die Investitionsneigung auf unter 45 Prozent. Nach wie vor ist der Auftragsmangel mit über 42 Prozent der Nennungen die Zukunftssorge Nummer eins im Metallhandwerk. Gefolgt von der Sorge um die Gewährung frischer bezahlbarer Kredite.

Ein noch größeres Problem stellt allerdings der Mitarbeitermangel dar. Er beginnt sich zu einer weiteren Wachstumsbremse des Metallhandwerks zu entwickeln. Die Gründe: Zum einen haben es viele Betriebe versäumt Nachwuchs auszubilden. Zum anderen gibt es einen Mangel an ausbildungsfähigem Nachwuchs. Gute Auszubildende mit Gesellenbrief in der Tasche dann auch in den Betrieben zu halten, gestaltet sich ebenfalls als schwierig. Um diesem Trend gegenzusteuern, fordert Obermeister Klaus Maack Betriebe, Innungen, Kreishandwerkerschaften sowie Bundesverbände und insbesondere die Handwerkskammern dazu auf, entsprechende Anreize zu schaffen. Denn, „im Handwerk steht der Jugend jede Tür offen“, so Klaus Maack weiter. Hauptschüler haben mit einem guten Gesellenbrief automatisch auch ihre Mittlere Reife in der Tasche. Deshalb lautet seine Botschaft an die Familien „darüber nachzudenken, dass das Handwerk nicht nur alle Möglichkeiten bietet, sondern obendrein über Zukunftsaussichten verfügt, die ihresgleichen suchen.

Innungsintern bildete der stellvertretende Geschäftsführer des Landesverbandes Metall Niedersachsen-Bremen, Frank Niemann, die Mitglieder weiter. Er referierte über eine im Juni d. J. In Kraft getretene EU-Verordnung. Sie räumt Verbrauchern unter gewissen Voraussetzungen ein Widerrufsrecht ein. Um sich vor entsprechenden Vertragsrücktrittenzu schützen, empfiehlt Frank Niemann den Betrieben eine nachweisliche Belehrung über sämtliche vertragsrelevanten Fakten vorzunehmen.

Die Metall-Handwerke-Innung in Zahlen:
Aktuell verfügt die Metall-Handwerk-Innung des Landkreises Harburg über 42 Mitglieder, 14 Gast- und sieben Ehrenmitglieder. In der Konstruktionstechnik befinden sich im ersten Lehrjahr (LJ) zwölf, im zweiten LJ zehn, im dritten LJ neun, und im vierten LJ 14 Auszubildende.
In der Metallgestaltung ist den Lehrjahren zwei bis vier jeweils ein Auszubildender in der Lehrlingsrolle eingeschrieben.