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Mehrere Millionen Euro erbeutet: IHK warnt vor „Geschäftsführertrick“

(as). Vor einer größeren Betrugswelle in Norddeutschland warnt jetzt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg. Betriebe in Niedersachsen und Hamburg sind mit dem sogenannten „Geschäftsführertrick“ vor Kurzem innerhalb weniger Tage um mehrere Millionen Euro betrogen worden.
Das Vorgehen ist immer ähnlich: Ein Unternehmensmitarbeiter mit weitreichender Zahlungs-befugnis erhält eine streng vertraulich, in fehlerfreiem Deutsch verfasste E-Mail, die ein geheimes Projekt mit allerhöchster Priorität ankündigt. Damit verbunden ist eine Aufforderung, für das Projekt eine hohe Summe auf ein Konto im Ausland zu überweisen. Die Absender-
Adresse der E-Mail ist so gefälscht, dass sie sich einem Vorstandsmitglied oder Geschäftsführer zuordnen lässt. Die Mitarbeiter schöpfen keinen Verdacht und leiten die Zahlungen ein.
Bei hohen Überweisungen ins Ausland rät die IHK jetzt deshalb dringend zu erhöhter Vorsicht.
Insbesondere außergewöhnlich hohe Überweisungen oder Vorgänge, die deutlich vom normalen Ablauf abweichen, sollten hinterfragt werden, und das nicht nur per E-Mail. „Als Standard sollte für Überweisungen von hohen Beträgen das Vier- oder besser das Sechsaugenprinzip intern verbindlich festgelegt werden“, rät IHK-Berater Herbert Blank.