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340.000 Euro für Fischotterschutz: Luheaue zwischen Luhmühlen und Putensen wird bei Modellprojekt renaturiert

Freuen sich über das gelungene Projekt in der Luheaue (v. li.): Thomas Prüfer, Detlef Gumz, Dr. Yvonne Brodda, Dr. Björn Hoppenstedt und Karsten Borggräfe
ce. Luhmühlen. Vorbildlicher Naturschutz: In einem in der Region bisher einmaligen Modellprojekt hat der Landkreis Harburg in Zusammenarbeit mit dem Verein Aktion Fischotterschutz aus Hankensbüttel und der Metropolregion Hamburg binnen eines guten halben Jahres die Luheaue zwischen Luhmühlen und Putensen aufgewertet. Insgesamt 340.000 Euro wurden in die Neugestaltung des 5,6 Hektar großen Aue-Gebietes und den 600 Meter langen Luhe-Parallellauf investiert. Der neu geschaffene Fließgewässer- und Auelebensraum bietet beste Lebensbedingungen für Fischotter, Bachforelle und die seltene Libellenart "Grüne Keiljungfer". Kreisrat Dr. Björn Hoppenstedt, Detlef Gumz, Leiter der Abteilung Naturschutz- und Landschaftspflege beim Kreis, Karsten Borggräfe vom Fischotterschutz-Verein, Dr. Yvonne Brodda von der Metropolregion Hamburg und Thomas Prüfer vom beauftragten Ingenieurbüro Heuer-Jungmann aus Nienwohlde sowie weitere Beteiligte stellten das Projekt jetzt vor.
"Wir hatten Glück, dass der Grundeigentümer unserem Vorhaben gegenüber so aufgeschlossen war", bedankte sich Detlef Gumz bei Cornelius Reemtsma. Grundstücksverhandlungen mit ihm hätten die Nutzung der Acker- und Grünlandfläche für den Lebensraum- und Artenschutz ermöglicht. Durch den Bau des Luhe-Parallelarmes mit 40 Prozent des Gesamtwasserabflusses wurden laut Gumz die Voraussetzungen für einen zukünftig sich selbst überlassenen, naturnahen und vom Menschen ungenutzten Gewässerabschnitt geschaffen. Für die ökologische Aufwertung wurden 26.800 Kubikmeter Boden bewegt und 4.156 Tonnen Kies in den Fluss eingebracht.
In einem Monitoring wird unter anderem weiterhin verfolgt, wie sich Fische und Pflanzen im Gewässer entwickeln, um in den nächsten Jahren nachweisen zu können, wie gut die angestrebten Ziele erreicht wurden. "Der Fischotter besiedelt auch in der Luhe gerne die Lebensräume, sofern sie intakt sind", erklärte Karsten Borggräfe. "Wir arbeiten daran, dass er sich hier hundertprozentig heimisch fühlt."
Für die Kanufahrer hatte Björn Hoppenstedt eine gute Nachricht: "Sie können den Hauptlauf der Luhe weiterhin nutzen. Um die Wasserstandshöhe zu erhalten, wurde der Fluss mit Kieslagen eingeengt."