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Als Feuerwehrmann im Hochwasser-Einsatz: "Keine Angst, aber großen Respekt"

Zurück vom Hochwasser-Einsatz: Feuerwehrmann Mathias Wille aus Garlstorf
ce. Garlstorf. "Angst habe ich nicht gehabt, aber großen Respekt vor der Natur." Als Mathias Wille (48) das sagt, sieht man ihm die Strapazen der vergangenen Stunden noch an. Der Feuerwehrmann aus Garlstorf war mit dem Deichverteidigungs-Zug 3 der Kreis-Feuerwehr einen Tag lang in der rund 100 Kilometer entfernten Elb-Gemeinde Amt Neuhaus (Kreis Lüneburg). Dort stapelte er gemeinsam mit etwa 100 weiteren Brandschützern aus den Samtgemeinden Salzhausen und Hanstedt Sandsäcke auf der Deichkrone, um das Dorf vor dem Hochwasser zu schützen.
"Der Wasserpegel lag knapp anderthalb Meter unterhalb der Deichkrone. Da kam bei uns schon ein mulmiges Gefühl auf", berichtet Wille. Das Gemeinschaftsgefühl bei der Zusammenarbeit mit den anderen Rettern sei "sehr gut" gewesen. Zuhause in Garlstorf war seine Mutter ein wenig besorgt um ihren Sohn. Der beruhigte sie am Telefon und die Freunde über Facebook, dass es ihm gut gehe.
Im Hauptberuf ist Mathias Wille Sachbearbeiter bei einer Hamburger Nutzfahrzeug-Vermietung. "Wenn die Feuerwehr-Pflicht oder der Deichverteidigungs-Zug ruft, stellt mein Chef mich dafür ohne Murren frei. Das Fehlen am Arbeitsplatz wird auch nicht auf die Urlaubszeit angerechnet", so Wille.
Beim Elbe-Hochwasser in den Jahren 2002 und 2006 war Wille auch im Amt Neuhaus im Einsatz. "Damals war die Lage dort heikler, weil die Deiche nicht so stabil waren", blickt er zurück. "Inzwischen wurde dort nachgebessert."
Seit seinem 17. Lebensjahr ist der gebürtige Lüneburger in der Garlstorfer Feuerwehr aktiv. Dort ist er Gruppenführer und auf Samtgemeinde-Ebene Pressewart der Brandschützer. In der Freizeit sind Autos die große Leidenschaft des Junggesellen: Er besitzt einen 30 Jahre alten VW-Iltis-Oldtimer und sammelt Wiking-Automodelle.