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Die Erschließung beginnt: Umstrittene Erweiterung des Gewerbegebietes Salzhausen-Oelstorf nimmt Formen an

Bunter Branchenmix und voll ausgelastet: die Zufahrt zum Gewerbepark Salzhausen-Oelstorf
ce. Salzhausen. Die umstrittene Erweiterung des Gewerbegebietes im Salzhäuser Ortsteil Oelstorf nimmt Formen an. In diesen Tagen beginnt das von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Harburg (WLH) als Erschließungsträger beauftragte Unternehmen mit den Ausbauarbeiten für die ersten beiden Abschnitte an der L216 (Oelstorfer Landstraße). Im Frühjahr 2015 sollen die Arbeiten vorerst abgeschlossen sein, sodass sich dann die ersten Betriebe ansiedeln können. Die knapp 4,9 Millionen Euro teure Erschließung wird mit 1,1 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Der ursprünglich geplante dritte Abschnitt des Gewerbegebietes wird voraussichtlich zu einem späteren Zeitpunkt erschlossen.
Wie berichtet, erweitert die Gemeinde Salzhausen in Zusammenarbeit mit der WLH das bestehendeGewerbegebiet Oelstorf um insgesamt rund zehn Hektar, da das "alte" Areal voll ausgelastet ist. Auf knapp sechs Hektar netto Bauland sollen sich insbesondere klein- und mittelständische Handwerksbetriebe und andere Unternehmen niederlassen und langfristig etwa 200 Arbeitsplätze geschaffen werden. Zahlreiche Anfragen für eine Ansiedlung liegen bereits vor.
Als Reaktion auf die Einwände von Trägern öffentlicher Belange und Anwohnern beschloss der Gemeinderat kürzlich unter anderem, die Grünflächen im Gewerbegebiet zur freundlicheren Gestaltung und als Abgrenzung zur Wohnbebauung auf bis zu 60 Meter zu verbreitern. Zudem wurde im westlichen Abschnitt des Gebietes in Richtung Gödenstorf die zugelassene Trauf- und Firsthöhe der Gebäude auf acht bzw. zehn Meter gesenkt. Um an der Grenze zum Gewerbeterrain lebende Anwohner nicht zu stören, untersagte der Rat die Anbringung von Lichtreklamen. Der Samtgemeinderat stimmte schließlich einer Änderung des Flächennutzungsplanes zu, die erforderlich ist für eine Ausweisung zusätzlicher Gewerbeareale im Bebauungsplan der Gemeinde.
In Sitzungen der politischen Gremien warfen Oelstorfer der Gemeinde vor, sie seien über die Planungen unzureichend informiert worden, und kritisierten den Standort "vor unserer Haustür". Gemeindedirektor Wolfgang Krause und Bürgermeister Hans-Joachim Abegg erklärten, es habe zahlreiche öffentliche Sitzungen und Infoveranstaltungen zum Thema gegeben. "Eine Auflage des Regionalen Raumordnungsprogrammes bei der Erweiterung von Gewerbegebieten ist, die Arbeitsplätze am Ort zu sichern", begründete Bauamtsleiter Andreas Ristau gegenüber dem WOCHENBLATT die Standwort-Wahl.