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Ehemalige Salzhäuser Bäckerei wurde für 1,6 Millionen Euro saniert

Reger Andrang: Der "Tag der offenen Tür" im sanierten Haus Ackenhusen war ein voller Erfolg
 
Bei der Schlüsselübergabe: Wolfgang Krause (re.) mit (vorne, v. li.) Bianca Neumann, Anne Uebeler und Imke Glatho-Oest sowie (hi., v. li.) Dr. Eike Martin Quehl, Dr. Klaus Quehl und Dr. Thea Gonsior

Gemeindedirektor: "Wir haben in den Erhalt der Dorfgeschichte investiert"

ce. Salzhausen. "Einige Bürger und Kommunalpolitiker waren der Ansicht, dass die Gemeinde in dieses Haus zuviel Geld investiert habe. Ich bin aber der Überzeugung, dass wir damit einen Beitrag geleistet haben, um ein gutes Stück Ortsgeschichte zu erhalten." Das sagte Salzhausens Gemeindedirektor Wolfgang Krause jetzt beim "Tag der offenen Tür" in der ehemaligen Bäckerei Ackenhusen an der Bahnhofstraße. Nachdem das Gebäude rund 30 Jahre leergestanden hatte, war es von einer Eigentümergemeinschaft an die Gemeinde Salzhausen verkauft worden, die es für eine Nutzung durch neue Mieter sanieren und umbauen ließ. Untergebracht sind in dem Haus ab sofort eine Arztpraxis, eine Hebammenpraxis und eine Therapieeinrichtung.
Die gesamten Maßnahmen kosteten rund 1,6 Millionen Euro. Etwa 1,29 Millionen Euro musste die Gemeinde davon selbst tragen, den Rest gab es über Zuschüsse vom Landesamt für Denkmalschutz, aus EU-Mitteln, von der Bingo-Stiftung und der Denkmalschutzabteilung des Landkreises Harburg.
Wolfgang Krause zeigte sich schließlich einig mit Ortsbürgermeisterin Elisabeth Mestmacher: "Nachdem kürzlich der historische Josthof abgebrannt ist, hat dieses Haus für das Dorf und seine Historie noch mehr an Bedeutung gewonnen."

"Tag der offenen Tür" lockte viele Besucher in Arztpraxis und Therapiezentrum


Hunderte interessierte Besucher kamen am Sonntag zum Haus an der Bahnhofstraße 4, als dieses bei einem "Tag der offenen Tür" seiner neuen Bestimmung als Arztpraxis und Therapieeinrichtung übergeben wurde.
"Rund 30 Jahre Leerstand, dann vier Jahre Planung und 15 Monate Umbau- und Sanierungszeit unter denkmalschutzrechtlichen Bedingungen liegen hinter uns", blickte Gemeindedirektor Wolfgang Krause zurück bei der offiziellen Schlüsselübergabe an die neuen Mieter. Er bedankte sich bei allen Beteiligten und wünschte sich, dass das Haus künftig "wirtschaftlich geführt" werden könne.
Die im Erdgeschoss gelegene Gemeinschaftspraxis der Ärzte Dr. Eike Quehl, Dr. Klaus Quehl und Dr. Thea Gonsior ist durch den barrierefreien Haupteingang des Gebäudes zugänglich. Die Räumlichkeiten im Obergeschoss werden durch die Praxengemeinschaft "Therapeutikum" genutzt und sind durch einen separaten Eingang über einen Aufzug ebenfalls barrierefrei erreichbar. Zur Praxengemeinschaft gehören Physiotherapeutin, Osteopathin und Heilpraktikerin Imke Glatho-Oest, Physiotherapeutin und Heilpraktikerin Bianca Neumann sowie Physiotherapeutin Anne Uebeler. Die ehemaligen Stallungen des Ackenhusen-Hauses im Erdgeschoss werden durch das "Therapeutikum" an die Hebammenpraxis Salzhausen untervermietet. Dort arbeiten die Geburtshelferinnen Nicole Botterbrodt, Merle Kopetz und Ann-Kathrin Neumann sowie die Kinder-Coachin und Lichttherapeutin Runhild Zieglschmid.
Kurz vor dem "Tag der offenen Tür" hatte sich Hildegard Ackenhusen, die ehemalige Eigentümerin des Hauses, selbst ein Bild von dessen neuer Nutzung gemacht. "Sie war total begeistert", freute sich Wolfgang Krause.
Die Gesamtkosten für die Sanierung des 1872 erbauten Hauses wurden mit rund 1,6 Millionen Euro beziffert. Etwa 100.000 Euro bekommt die Gemeinde Salzhausen als Förderung vom Landesamt für Denkmalschutz. 90.000 Euro gibt es als Zuschuss aus EU-Mitteln, 20.000 Euro von der Bingo-Stiftung und 10.000 Euro von der Denkmalschutzabteilung des Landkreises Harburg.