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"Ein sensationelles Engagement": SPD-Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler beeindruckt von "Red-Hand-Day"-Aktion der Salzhäuser Gymnasiasten

Mit Handabdruck-Banner (v. li.): Svenja Stadler, Leonie Mollenhauer, Frederike Lipkow und Jönna Ortmann-Lemberg
ce. Salzhausen. Ein starkes Zeichen gegen den Einsatz von Kindersoldaten setzten jetzt die Gymnasiasten in Salzhausen: Vom schuleigenen Amphitheater aus ließen sie mehr als 300 rote Luftballons in den Himmel steigen. Anlass war der von der Hilfsorganisation "Terre des hommes" alljährlich veranstaltete "Red-Hand-Day", der auf das Leid der weltweit rund 250.000 Kindersoldaten aufmerksam machen will.
"Das Engagement der Salzhäuser Schüler ist sensationell", war die SPD-Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler (38) beeinruckt von der Ballon-Aktion. Zuvor hatten Schüler der Religionskurse des 10. Jahrgangs der Sozialdemokratin Banner mit etwa 300 gesammelten roten Handabdrücken und Unterschriften sowie einen Forderungskatalog überreicht. "Wir verlangen mehr Geld für staatliche und internationale Hilfsprogramme zur Unterstützung von Kindersoldaten, Flüchtlingskindern und Opfern von Gewalt in bewaffneten Konflikten", las Frederike Lipkow (16) eine Forderung vor. Gemeinsam mit der gleichaltrigen Leonie Mollenhauer und Jönna Ortmann-Lemberg (14) hatte sie Stadler ins Gymnasium eingeladen. Ein Stopp der deutschen Rüstungsexporte, die Gewährung von politischem Asyl, ein Verbot von Bundeswehr-Werbung, die sich gezielt an Kinder und Jugendliche wendet, sowie die öffentliche Nennung und Bestrafung aller Verantwortlichen, die Kindersoldaten einsetzen, waren weitere Forderungen, die die Schülerinnen vortrugen.
Svenja Stadler kündigte an, sie werde den Forderungskatalog und die Handabdrücke an Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier weitergeben. Stadler, selbst zweifache Mutter, verurteilte die Rekrutierung des Nachwuchses zu Kriegszwecken als "unmenschlich". Sichtlich bewegt erzählte sie von Wolfgang Niedecken, Sänger der Rockband BAP, der sich seit vielen Jahren um Menschen in Afrika kümmert. Nach dem Besuch eines Rehabilitationszentrum in Nord-Uganda, wo er ehemalige Kindersoldaten und kriegstraumatisierte Jugendliche traf, berichtete Niedecken: "Was mich verfolgt, sind die gebrochenen Augen dieser jungen Menschen."
"Die Wiedereingliederung dieser Menschen erfordert finanzielle Mittel, die oft nicht zur Verfügung stehen", räumte Svenja Stadler ein. "In Krisengebieten ist die Investition in Bildung aber ein Ausweg, um Kindern neue Perspektiven für ihr Leben zu geben."