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"Ermittlungen sind schwierig": Durchreisende Trickdieb-Gruppen machen Geschäftsleuten im Raum Salzhausen zu schaffen

ce. Salzhausen. "Dieses Problem macht uns zu schaffen - vor allem, weil die Täter so schwer zu fassen sind." Das sagt Andrea Küchenmeister, Inhaberin des gleichnamigen Salzhäuser Schuhgeschäftes. Die Unternehmerin und andere Gewerbetreibende in der Samtgemeinde werden derzeit immer wieder Opfer von Gaunern, die es darauf abgesehen haben, ihre Ware zu stehlen.
"Ein Ausländer - die Polizei vermutet, dass es ein Rumäne oder Bulgare war - kam in meinen Laden und fragte nach Schuhen, die ich erst aus dem Lager holen musste", berichtet Andrea Küchenmeister vom jüngsten Vorfall bei ihr. "Als ich zurück kam, war der Mann verschwunden. Dafür kam eine Frau hereingelaufen und erzählte erschrocken, dass sie gesehen habe, wie der Mann mit meiner Geldkassette aus dem Laden gestürmt sei. Da fiel auch mir der Diebstahl auf. Ich habe daraus meine Konsequenzen gezogen: Mein Geschäft wird jetzt per Video überwacht, und ich habe für alle Fälle Pfefferspray dabei."
Elektromeister Carsten Glahn aus Eyendorf weiß aus eigener leidvoller Erfahrung und von anderen Geschäftsleuten in dem Salzhäuser Nachbarort, dass dort unter anderem Sinti und Roma auf krummen Touren unterwegs waren. "Zwei Männer kamen in mein Geschäft. Einer verwickelte mich in ein Gespräch, der andere begann, meinen Schreibtisch zu durchsuchen. Als ich das bemerkte, habe ich das Duo lautstark vertrieben", so Glahn. Ein anderer Geschäftsmann sei von "auswärtigen" Kunden massiv bedroht worden. Glahn: "Damit mir das nicht passiert, setze ich mich gegebenenfalls mit Tränengas zur Wehr."
"Bei diesen Tätergruppen handelt es sich vorwiegend um gut organisierte Ausländergruppen, die bestimmten Nationalitäten angehören. Sie begehen Trickdiebstähle und reisen dabei bundesweit von einem Ort zum anderen, was unsere Ermittlungen erschwert", sagt Salzhausens Polizeichef Michael Stolze. "Die derzeit in der Region lebenden Flüchtlinge sind meistens nicht die Täter. Da sehen wir keine Häufung dieser Delikte", kontert Stolze entsprechenden kursierenden Gerüchten.
"Die Anzahl derartiger Diebstähle ist nicht nur bei uns gestiegen, das ist leider eine allgemeine Entwicklung. Man darf aber auf keinen Fall pauschalisieren, dass es sich bei den Tätern immer um Flüchtlinge handelt. Im Gegenteil: Die Täterschaft zieht sich quer durch die Bevölkerung", betont Heinrich Düver, Inhaber des Salzhäuser Edeka-Marktes und Sprecher der Werbegemeinschaft des örtlichen Verkehrs- und Kulturvereins.