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Erste Bewährungsprobe gemeistert: Gute Vernetzung der Krankenhäuser bei Notfallversorgung

Rentner Wilhelm Mestmacher
ce. Salzhausen. Mit der kürzlichen Übernahme des insolventen Salzhäuser Krankenhauses durch den Landkreis Harburg wurde in Salzhausen die Notfallversorgung eingestellt. Die Krankenhäuser Buchholz und Winsen haben sie seitdem auch für Patienten aus dem Raum Salzhausen übernommen. Wie gut die Kooperation funktioniert, erlebte jetzt Wilhelm Mestmacher (72) am eigenen Leib.
Weil er unter Magenbeschwerden litt, rief der Rentner den Notarzt. Die Besatzung des DRK-Rettungswagens wollte Mestmacher zunächst ins Krankenhaus Winsen bringen. Doch die Rotkreuzler erfuhren noch innerhalb Salzhausens über Funk, dass die Klinik an dem Tag für Notfälle gesperrt war. Auf Nachfrage bei der Leitstelle in Winsen wurde mitgeteilt, dass auch im nahen Krankenhaus Lüneburg ein Notfall-Aufnahmestopp bestand. Daraufhin steuerte der Rettungswagen umgehend das Krankenhaus in Buchholz an.
In der Klinik checkte man Mestmacher auf Herz und Nieren durch, nahm ihm Blut ab und konnte ihn am Ende aber ohne Befund entlassen. "Tatsächlich ging es mir auch ohne Behandlung plötzlich wieder besser. Wahrscheinlich ist mir die ganze Sache im positiven Sinne auf den Magen geschlagen", blickt er zurück.
"Bei diesem Einsatz ist es zu keinen zeitlichen Verzögerungen gekommen", betont auch DRK-Kreisverbandsgeschäftsführer Roger Grewe gegenüber dem WOCHENBLATT. "Die Situation der Aufnahmestopps an Krankenhäusern erleben wir leider öfter, weil die Kliniken aufgrund von zu wenig Betten für die Patienten und Personalknappheit überlastet sind", so Grewe. "Wir tun alles, damit die Kranken unter diesen Engpässen nicht leiden müssen."