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Erweiterung ist noch nicht beschlossen

Frei für neue Ansiedlungen: Das "alte" Gewerbegebiet in Oelstorf endet derzeit hinter dem Möbelhaus Michaelis (im Hintergrund)
ce. Salzhausen. Eine Erweiterung des Gewerbegebietes im Salzhäuser Ortsteil Oelstorf ist für die Gemeinde noch keine beschlossene Sache. "Wir wollen aber möglichst die in Salzhausen bereits ansässigen Betriebe halten und nach Möglichkeit auch neue Unternehmen dazu bewegen, sich hier anzusiedeln." Das sagte Gemeindedirektor Wolfgang Krause jetzt bei einem Pressegespräch, in dem es um das Erweiterungsvorhaben ging. Krause reagierte mit dem Gespräch auch auf Proteste von Anliegern in Oelstorf, die befürchten, dass sie bei einem Ausbau des Areals "von industriellem Gewerbe erdrückt" würden und dass der Ort seinen dörflichen Charakter verlieren könnte (das WOCHENBLATT berichtete).
Weil auf dem bestehenden, etwa 15,5 Hektar großen Gewerbegebiet - so Krause - "fast alle Grundstücke verkauft" seien und weiterhin eine große Nachfrage bestehe, wolle die Gemeinde das Terrain womöglich in drei Abschnitten um noch einmal 15 Hektar vergrößern. Geschehen solle dies südlich der OHE-Bahnstrecke bis an die Landesstraße 216 heran.
"Wir wollen dort keine Logistikcenter bauen. Dafür liegt Oelstorf zu weit weg von der Autobahn, und wir wollen keine Konkurrenz zum Gewerbegebiet Tangendorf sein, wo man auf Logistik setzt", versicherte Krause erneut. In Salzhausen angepeilt seien stattdessen klein- und mittelständische Betriebe. Der zusätzlich zu erwartende Lkw- und Autoverkehr werde nach Ansicht von Experten nicht überproportional sein und sich über den Tag verteilen. "Einen lauten nächtlichen Lieferverkehr wird es nicht geben", schloss der Verwaltungschef aus. Adäquate Standort-Alternativen zum Gewerbegebiet in Oelstorf sehe er derzeit nicht. Externe Gutachter würden sich aber momentan mit dieser Frage befassen.
Umsetzt werden könnte eine Erweiterung in Oelstorf laut Krause in Zusammenarbeit mit der Lüneburger Leuphana-Universität nach dem sogenannten "Green Building"-Konzept. Dabei würde ein mindestens 20 Meter breiter Grünstreifen die Gewerbebauten von der L216 "trennen", und auch die Wirtschaftswege würden begrünt.
Im Herbst sollen das Gutachter-Ergebnis und die im Rahmen der öffentlichen Planauslegung eingegangenen Einwendungen zu dem Vorhaben in den politischen Gremien beraten und abgewogen werden. Dann rechnet die Gemeinde auch mit einem Bescheid von der N-Bank über etwaige Fördergelder. Wolfgang Krause: "Nach einer zweiten öffentlichen Planauslegung werden wir dann entscheiden, ob und in welchem Ausmaß das Gewerbegebiet Oelstorf erweitert wird."