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Fahrpläne wahren ihre Lebensaufgabe: Fahrgastbeirats-Gründerin Sigrid Hüls aus Salzhausen verstarb mit 63 Jahren

Verstarb mit 63 Jahren: Sigrid Hüls (Foto: archiv)
ce. Salzhausen. "Sie war eine echte Kämpfernatur", sagen Familie, Freunde und politische Weggefährten, die Sigrid Hüls aus Salzhausen kannten. Im Alter von 63 Jahren erlag sie jetzt einem schweren Krebsleiden. Sie hinterlässt einen erwachsenen Sohn, Schwiegertochter, Enkel und einen großen Freundeskreis.
Für die Grünen saß Sigrid Hüls ab 1991 zehn Jahre im Salzhäuser Gemeinderat und von 1996 bis 2005 im Samtgemeinderat. Nicht nur in diesen Gremien lag ihr der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) am Herzen. Sie regte auch die Gründung des Fahrgastbeirates für den Landkreis Harburg im Jahr 2000 an. In der unabhängigen Vereinigung von ÖPNV-Nutzern, die sich für Verbesserungen im Bus- und Bahnbetrieb einsetzt, war Sigrid Hüls lange Jahre ehrenamtliche Vorsitzende. "Eine der größten Errungenschaften des Beirates" war für sie die Einführung des "Banker-Busses". Diese direkte Buslinie zwischen Winsen und Buchholz boxte Hüls durch, als die Sparkasse Harburg-Buxtehude, für die sie ab 1980 bis zum Ruhestand 2011 arbeitete, Abteilungen von einer Stadt in die andere verlegte. Der Beirat war es auch, der eine schnelle Busverbindung von Evendorf und Döhle nach Lüneburg ins Rollen brachte. Für ihr herausragendes freiwilliges Engagement verlieh die Gemeinde Salzhausen Sigrid Hüls 2011 die goldene Ehrenamtsnadel.
"Fahrpläne sind meine Lebensaufgabe" lautete auch als Rentnerin die Parole von Sigrid Hüls. Selbst als ihre Krebserkrankung weit fortgeschritten war, kontrollierte sie am ZOB in Salzhausen, ob Busfahrer und -nutzer zufrieden waren. "Ich muss wissen, ob alles läuft, um gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten", begründete sie gegenüber dem Autor dieser Zeilen, mit dem sie gut befreundet war, weshalb sie die Anstrengung noch auf sich nahm. Bis zuletzt kümmerte sich Sigrid Hüls auch um ihre Katzen. "Für ihre ehrenamtliche und verdienstvolle Tätigkeit schulden wir ihr Dank und Anerkennung", würdigten Salzhausens Verwaltungschefs Wolfgang Krause und Hans-Joachim Abegg die jetzt Verstorbene in einem Nachruf.