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Gallenblase rechtzeitig entfernen

Begrüßung des Referenten (v. li.). Andreas Leck und Dr. Christoph Köchling (Foto: Foto: Plautz)
ce. Salzhausen. "Je eher die Gallenblase bei Beschwerden entfernt wird, desto unkomplizierter ist die Operation." Das betonte Dr. Christoph Köchling, Chefarzt am St. Josef-Krankenhaus in Salzkotten (Nordrhein-Westfalen), jetzt bei seinem Vortrag im Krankenhaus Salzhausen.
In Deutschland würden - so Köchling - jährlich über 190.000 Gallenblasenoperationen durchgeführt. Man könne bei Gallensteinen deshalb auch von einer Volkskrankheit sprechen, die doppelt so häufig bei Frauen als bei Männern vorkomme. Vor allem über 40-jährige blonde Frauen, die mehrfach schwanger waren, seien besonders gefährdet.
Gallensteine können laut Köchling nicht ganz ungefährliche Komplikationen auslösen, wenn sie in der Gallenblase Entzündungen verursachen oder den Gallenhauptgang, der zum Dünndarm führt, verstopfen. Ein Blockieren des Gallenhauptganges kann die Leber tangieren und eine sogenannte Gelbsucht oder Entzündung der Bauchspeicheldrüse bewirken. Manchmal „wandern“ Gallensteine auch in den Dünndarm und führen zu einem Darmverschluss. Darüber hinaus ist bei einer langjährigen und chronischen Entzündung der Gallenblase durch Steine auch Gallenblasenkrebs nicht ausgeschlossen. Bei nachhaltigen Beschwerden, die von Völlegefühlen über bis in die Schultern ausstrahlende Rückenschmerzen bis hin zu extrem schmerzhaften Koliken reichen können, sollte eine operative Entfernung der Gallenblase erwogen werden, empfahl der Referent. Diese Operationen würden heute zu über 95% laparoskopisch (auch als Schlüssellochchirurgie bekannt) vorgenommen. „Die laparoskopische Entfernung der Gallenblase ist im Krankenhaus Salzhausen ein Routineeingriff und wird im Schnitt wöchentlich vorgenommen. Die Patienten sind in der Regel nach zwei bis drei Tagen wieder zu Hause", ergänzte Andreas Leck, Chefarzt am Krankenhaus Salzhausen.