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Große Pläne mit Salzhäuser Waldbühne: Bepflanzungen waren Thema im Kulturausschuss

Alles im grünen Bereich? Als Rückzugsmöglichkeit für Künstler auf der Waldbühne sind drei versetzte Hecken angedacht. Die geplante Hecken-Abgrenzung zum Kindergarten (hi.) ist hier noch nicht eingezeichnet (Foto: Planungsbüro Patt)
ce. Salzhausen. Bei zahlreichen Veranstaltungen hat die Waldbühne am Salzhäuser Paaschberg schon Künstler und Zuschauer angelockt. Leicht getrübt wurde das Vergnügen mitunter dadurch, dass es keinerlei optische Abgrenzung des Areals zum angrenzenden Kindergarten und zu Anwohner-Grundstücken gibt. Zudem haben Musiker und andere Kreative keine Möglichkeit, sich vor ihren Auftritten oder in Pausen in einen vom Publikum nicht einsehbaren Bereich zurückzuziehen. Mit diesem Manko befasste sich jetzt der Kulturausschuss der Gemeinde. Das Gremium sprach sich grundsätzlich dafür aus, drei bis zu 2,20 Meter hohe Hainbuchen- oder Rotbuchenhecken versetzt in Bühnenrand-Nähe zu pflanzen, damit die Künstler hinter den Hecken Rückzugsmöglichkeiten erhalten. Als Sichtschutz zu Kiga und Nachbarn ist eine kleinere, etwa zehn Meter lange Hecke angedacht. Gesamtkosten: rund 3.500 Euro. Was konkret machbar ist, soll nach den anstehenden Haushaltsberatungen entschieden werden.
Wenn möglich. sollen die Hecken schon zum Mittsommer-Fest Ende Juni stehen. "Damit das klappt, muss wohl ein Magier bei der Pflanzung ran", meinte ein Sitzungszuhörer skeptisch. "Bei Regen dürften die Künstler im selbigen stehen. Das Ganze muss im wahrsten Wortsinn überdacht werden", räumte ein anderer Zuschauer ein.

- KOMMENTAR: "Es muss gut überdacht werden!"

Eine Neugestaltung der Salzhäuser Waldbühne am Paaschberg ist grundsätzlich eine gute Sache, denn das Areal ist ein bei Besuchern von nah und fern beliebtes Event-Aushängeschild. Auch gegen versetzte Hecken, durch die die Mitwirkenden bei Veranstaltungen ungesehen zu ihren Auftritten gelangen, habe ich nichts einzuwenden. Aber hinter dem Hecken-Horizont geht's weiter. Damit sich die Künstler in Ruhe auf ihre Auftritte vorbereiten und zwischendurch ungestört relaxen können, bedarf es eines im wahrsten Wortsinn gut überdachten Rückzugsraumes. Das könnte ein kleines, aber feines Holzhäuschen ebenso sein wie ein Wohncontainer. Wichtig ist, dass die Künstler nicht ständig Wind, Wetter und den zuweilen zu neugierigen Blicken der Waldbühnen-Besucher ausgeliefert sind. Bei der Umsetzung sollten sowohl die Gemeinde als auch die örtlichen Kulturinstitutionen ihre Ideen einbringen, damit es noch bei möglichst vielen Veranstaltungen heißt: "Bühne frei für...!" Christoph Ehlermann