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Gute Ergänzung für Gewerbe oder harte Konkurrenz für Einzelhandel? Geplante Ansiedlung eines Baustoffmarktes beschäftigte Salzhäuser Ausschuss

Etwa in diesem Bereich könnte der Baustoffhandel entstehen: das anvisierte Areal westlich vom Möbelhaus Michaelis in Oelstorf
ce. Salzhausen. Gute Ergänzung zur heimischen Wirtschaft oder harte Konkurrenz für das bestehende Gewerbe? Vor dieser Frage standen die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses der Gemeinde Salzhausen auf ihrer jüngsten Sitzung. Auf der Tagesordnung stand die Vorstellung eines Konzeptes für die Ansiedlung eines Baustoffhandels westlich vom Möbelhaus Michaelis im neuen Gewerbegebiet "Oelstorf II".
Unternehmer Holger Haul und seine Tochter Anne-Katrin aus Neuhaus (Kreis Lüneburg) stellten ihren 1991 gegründeten Brenn- und Baustoffhandel vor, der heute mit insgesamt 19 Mitarbeitern in Neuhaus selbst und in Bleckede betrieben wird. Der Schwerpunkt liegt auf dem Handel mit Baustoffen und Baumarktartikeln.
Im Zuge der Unternehmensvergrößerung sehen die Hauls das neue Gewerbegebiet in Oelstorf als "sehr geeigneten Standort" an, da durch die Errichtung eines Baustoff-Fachmarktes mit angeschlossenem Baustofflager "eine Lücke geschlossen" werde. "Das Ziel ist es, den regionalen Bedarf an baumarktrelevanten Artikeln und Baustoffen vor Ort zu decken und hier Kaufkraft zu binden", erklärte Holger Haul. Angedacht sei auch ein gewisses Kontingent an Malereibedarf, Haushaltswaren und Elektroartikeln. Umgesetzt werden solle das Vorhaben als 2.000 Quadratmeter großer Marktkomplex, konstruiert als Stahlbauhalle mit Satteldach. Insgesamt würde - auch für die Parkplätze - eine Grundstücksfläche von rund 5.000 Quadratmetern benötigt. In das Projekt, bei dem bis zu zehn Arbeitsplätze geschaffen werden sollen, würde Haul etwa 1,6 Millionen Euro investieren.
"Die neuen Arbeitsplätze begrüße ich. Mit Blick auf das Sortiment könnte aber ein Nebenzentrum zum Gewerbe-Grundzentrum im Salzhäuser Ortskern geschaffen werden. Einige Artikel, die im Baustoffhandel angeboten werden sollen, gibt es im Ort bereits", räumte Ausschussmitglied Burkhard Schädel ein.
Als Berater des Gremiums bei diesem Thema anwesend war Oliver Ohm von der Hamburger BBE Handelsberatung GmbH, die 2013 für die Gemeinde ein Einzelhandelskonzept erstellt hatte (das WOCHENBLATT berichtete). Ohm erklärte, der Baustoffhandel würde überwiegend "nicht zentrenrelevante", also noch nicht im Ortskern erhältliche Waren anbieten. Aber es gebe auch Randsortimente, die es vor Ort bereits gebe. Eine Abstimmung mit dem Einzelhandelskonzept sei daher nötig, denn das bestehende Gewerbe dürfe nicht gefährdet werden.
Gemeindedirektor Wolfgang Krause erklärte, die Bewertung des Vorhabens durch einen Gutachter sei vom Landkreis Harburg als Genehmigungsbehörde vorgeschrieben.