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"Hand in Hand für ein neues Heimatland": Salzhäuser Schüler starten Integrationsprojekt für Flüchtlinge

Mit dem "Hand in Hand"-Logo (v. li.): Projektleiterin Anja Lütchens mit den Gruppensprechern Milo Kasparek, Antonia Wille und Johanna Buczko
ce. Salzhausen. Die im Raum Salzhausen lebenden Flüchtlinge bestmöglich bei der Integration unterstützen - das wollen Schüler des zehnten Jahrgangs der Salzhäuser Oberschule mit ihrem jetzt gestarteten Projekt "Hand in Hand für ein neues Heimatland". Es findet im Rahmen des Werte-und-Normen-Kurses statt. Zur von Lehrerin und Projektleiterin Anja Lütchens betreuten Initiative gehören eine Eventgruppe, ein Verkehrssicherheits-Trainingsteam und eine Bewerbungsgruppe.
"Wir wollen am 21. Mai in der Schule einen großen Flohmarkt für und mit Flüchtlingen veranstalten, dessen Erlös den Asylbewerbern zugute kommen soll", kündigte Antonia Wille (17), Sprecherin des Eventteams, an. Weitere Aktivitäten seien geplant.
Fit im Fahrradfahren und in Verkehrsregeln wollen die Schüler aus der Verkehrssicherheits-Gruppe die Flüchtlinge machen. "Auch uns liegt die Integration durch Kommunikation am Herzen. Wir wollen Brücken bauen zwischen der Schule und den Flüchtlingen", betonte Sprecher Milo Kasparek (16). Er freute sich, dass zahlreiche Asylbewerber durch Fahrrad-Spenden des ADFC Hanstedt-Salzhausen bereits mit Drahteseln versorgt werden konnten.
Flüchtlinge, die schon eine Aufenthaltsanerkennung haben und einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz suchen, sind beim Bewerbungstraining an der Oberschule an der richtigen Adresse. "Hier zeigen wir den Teilnehmern, wie sie eine Bewerbung schreiben und was beim Vorstellungsgespräch zu beachten ist", so Sprecherin Johanna Buczko (15).
"'Hand in Hand' soll keine Konkurrenz zu den bestehenden Hilfsangeboten für Flüchtlinge sein, sondern eine Ergänzung", erklärte Anja Lütchens. Unterstützt werden sie und die Schüler durch Salem Haddouda-Schwenk, Flüchtlingsbeauftragter der Samtgemeinde. Das Projekt, das weitestgehend durch Spenden finanziert wird, soll später durch die nachfolgenden Abschlussklassen fortgesetzt werden.
Als "lobens- und anerkennenswert" würdigten Schulleiterin Gudrun Voigt und Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Krause das Engagement der Schüler. Krause versprach einen Zuschuss von 500 Euro aus dem Etat für Flüchtlingsarbeit und kündigte an, dass auch der Erlös der Fundsachenversteigerung beim Kirch- und Markttag im September dem Projekt zugute kommen solle. Auch die Volksbank Lüneburger Heide eG zeigte sich beeindruckt und steuerte Sachspenden im Wert von 1.000 Euro bei.
- Wer das Projekt "Hand in Hand für ein neues Heimatland" mit Spenden oder Aktivitäten unterstützen möchte, meldet sich unter Tel. 04172 - 98680 bei der Oberschule Salzhausen.