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"Ich empfinde eine große Ohnmacht": Dr. Dorle Schütt aus Salzhausen engagiert sich seit 20 Jahren in Nepal / Erschütterung über Auswirkungen des Erdbebens

Im vergangenen Jahr wurde Richtfest für eine Gesundheitsstation der Hilfsorganisation "Little Stars" im Dorf Amthang gefeiert. Station und Dorf wurden vom Erdbeben zerstört (Foto: Dr. Dorle Schütt)
ce. Salzhausen. "Das alles nimmt mich sehr mit! Ich kenne das gesamte Gebiet und die Menschen und empfinde eine große Ohnmacht, wenn ich sehe, dass alles in Trümmern liegt und man so schwer helfen kann." Dr. Dorle Schütt (68) kann zuhause in Salzhausen (Kreis Harburg) die Bilder von der Erdbebenkatastrophe in Nepal kaum ertragen - die Region, in der sich die Pensionärin und ehemalige Tierärztin seit gut 20 Jahren engagiert.
Bei einer Studienreise im Jahr 1995 kam sie zum ersten Mal in das Königreich zwischen Indien und Tibet. "Es war Liebe auf den ersten Blick. Die faszinierende Landschaft und die Freundlichkeit der Menschen in Nepal haben mich überwältigt", sagt Dorle Schütt. Um die in großer Armut lebende Bevölkerung zu unterstützen, unternahm Schütt seitdem unter anderem als Mitglied der deutschen Hilfsorganisation "Lebenschancen International" zahlreiche erfolgreiche Aktivitäten.
Dorle Schütt begleitet auch Projekte des Vereins "Little Stars" mit Hauptsitz im nordrhein-westfälischen Sankt Augustin, der sich in Nepal insbesondere um Kinder und Dorfentwicklung kümmert. Mit dem Vereinsvorsitzenden Günther Wippenhohn besuchte Schütt im April vergangenen Jahres das Richtfest für eine Gesundheitsstation im Projektdorf Amthang. "Vor zwei Wochen wurde die Station eingeweiht. Wenige Tage später wurde sie ebenso wie das ganze Dorf vom Erdbeben zerstört, da es nahe am Epizentrum lag", berichtet Dorle Schütt dem WOCHENBLATT.
In Nepal hat sie auch viele Freunde und Bekannte. "Von einigen weiß ich, dass es ihnen gut geht, von anderen habe ich noch nichts gehört. Diese Ungewissheit ist schrecklich", sagt Schütt. Ursprünglich wollte sie in diesen Wochen wie in jedem Jahr nach Nepal reisen. Aus verschiedenen Gründen klappte dies jedoch nicht. Dorle Schütt: "Wenn es geklappt hätte, wäre ich jetzt womöglich auch unter den Toten oder Verletzten."
- Wer die Hilfsorganisation unterstützen möchte, bekommt Infos unter www.little-stars.de.