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"Kein Güterverkehr auf OHE-Strecke!": "Bürgerbündnis Nordheide" protestiert gegen Trassen-Pläne des Landkreises Lüneburg

Protestieren gegen die Trassen-Pläne des Kreises Lüneburg: Salzhausens Vize-Samtgemeindebürgermeisterin Linda Schmiedebach (re. mit Flyer in der Hand) und Mitglieder des Bürgerbündnisses (Foto: Bürgerbündnis Nordheide gegen Eisenbahnneubautrassen)
ce. Wulfsen. Auch in Wulfsen hat der Verein "Bürgerbündnis Nordheide gegen Eisenbahnneubautrassen" kürzlich ein Großplakat und Protestkreuze gegen die von der Bahn geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke quer durch den Landkreis Harburg (das WOCHENBLATT berichtete) aufgestellt. Gleichzeitig erreichte die Wulfsener Bürger die Hiobsbotschaft, dass der Kreis Lüneburg im Zusammenhang mit den Alternativen zur Y-Trasse beim Niedersächsischen Verkehrsminister und dem "Dialogforum Schiene Nord" die „Einbeziehung“ der OHE-Strecke für den Güterverkehr in und aus dem Hamburger Hafen eingefordert hat. Andernfalls drohe der Kreis mit einer Klage wegen „fehlerhafter Abwägung“ bei der Trassenauswahl. Salzhausens Vize-Samtgemeindebürgermeisterin Linda Schmiedebach aus Wulfsen ist hierüber empört: „Bereits 2009 hatte die Landesregierung entschieden, einem Gutachten nicht zu folgen, das damals die OHE-Strecken als Umleitungs- und Ergänzungsvariante für die Hafen-Hinterland-Anbindung vorsah“, betont sie.
„Die Kosten für die notwendige Ertüchtigung der OHE-Gleise für den Schwerlast-Güterverkehr stehen in keinem Verhältnis zur massiven Belastung der Anwohner und der naturschutzfachlichen Belange.“ Schmiedebach verweist darauf, dass die Bebauung an der seit 1970 für den Personenverkehr stillgelegten OHE-Strecke an einigen Stellen auf Armlänge an die Gleise heran reicht.
- Ein Infoabend zum aktuellen Trassen-Sachstand findet am Mittwoch, 8. April, um 19.30 Uhr im Wulfsener Gasthof Große statt.