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Krankenhaus Salzhausen ist wieder auf dem Markt: Radiologie-Dienstleister Curagita wird insolvente Klinik nicht übernehmen

ce. Salzhausen. Das Krankenhaus Salzhausen ist wieder "auf dem Markt" und steht erneut vor dem Aus: Der Heidelberger Radiologie-Dienstleister Curagita wird die insolvente Klinik nicht übernehmen. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. "Nach fünfeinhalb Monaten fehlt aufgrund der schwierigen politischen und strukturellen Rahmenbedingungen noch immer die Planungssicherheit, um das Krankenhaus langfristig betreiben zu können", begründet die Curagita den Rückzug. Das Unternehmen, das seit 1. Februar einen Geschäftsbesorgungsvertrag für die Klinik hatte, investierte nach eigenen Angaben viel Geld in die Erstellung von Gutachten sowie in die Einstellung von Ärzten und Pflegern. Von politischer Seite habe es jedoch kein klares Bekenntnis zur Notwendigkeit des Hauses gegeben, so die Geschäftsleitung. Zuletzt hatte der Krankenhaus-Planungsausschuss in Hannover einen Wegfall Salzhausens aus dem Bettenbedarfsplan angedroht, sollte es bei der Klinikübernahme durch die Curagita zu einem Trägerwechsel kommen. "Das war unserer Sache nicht dienlich", so Dr. Rolf J. Lucas vom Curagita-Vorstand zum WOCHENBLATT. Die Leitung des Krankenhauses mit derzeit 125 Mitarbeitern wird nun wieder Insolvenzverwalter und Rechtsanwalt Jan Ockelmann übernehmen.
"Nach der Entscheidung des Krankenhaus-Planungsausschusses des Sozialministeriums, dass für den Fall eines Trägerwechsels die Bedarfsnotwendigkeit für das Krankenhaus Salzhausen nicht mehr vorliegt, kann ich die Entscheidung der Curagita nachvollziehen", sagte Landrat Joachim Bordt in einer Stellung. Die Verantwortung für die Klinik liege nun wieder beim Insolvenzverwalter. Bordt: "Ich gehe davon aus, dass er das Gespräch mit dem Landkreis als Sicherstellungsträger für die Gesundheitsversorgung im Kreisgebiet suchen wird. Im Interesse des Gesundheitsstandorts Salzhausen und der Mitarbeiter des Krankenhauses ist der Landkreis nach wie vor gesprächsbereit."