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Krankenhaus Salzhausen: Werterhalt oder Totalverlust - Entscheidung über die Zukunft der Klinik und Anteile der Genossenschaftsmitglieder rückt näher

Fortbestand oder Insolvenz: Die Entscheidung über die Zukunft des Krankenhauses Salzhausen rückt näher
ce. Salzhausen. Fortbestand oder Insolvenz - über die Zukunft des finanziell angeschlagenen Krankenhauses Salzhausen diskutierte am Donnerstag der Gläubigerausschuss in der Klinik. "Über die vom Krankenhaus-Vorstand mit meiner Unterstützung erarbeiteten Pläne werden in Kürze die zuständigen Gremien beraten und beschließen", sagte Sachwalter und Rechtsanwalt Jan Ockelmann gegenüber dem WOCHENBLATT nach der Sitzung. Nähere Angaben zu den Planungen wollte Ockelmann aufgrund des laufenden Verfahrens nicht machen. Erste Ergebnisse würden womöglich schon auf der außerordentlichen Generalversammlung vorliegen, zu der der Krankenpflegeverein als Träger des Hauses für Dienstag, 17. September, um 19.30 Uhr in "Rüter's Hotel & Restaurant" eingeladen hat.
"Der Erhalt des Krankenhauses ist erstrebenswert, zumal schon zahlreiche Sanierungsmaßnahmen umgesetzt worden sind", waren sich Ockelmann und Krankenhaus-Geschäftsführerin Ute Golbach einig. Zu den Maßnahmen gehörten etwa eine Ausweitung des Leistungsangebotes in der Inneren Medizin und der Urologie zur Gewinnung zusätzlicher Patienten.
Der genossenschaftliche Krankenpflegeverein hat derzeit rund 1.250 Mitglieder, die insgesamt 9.650 Genossenschaftsanteile mit einem Wert von jeweils 75 Euro halten. "Bei einer erfolgreichen Sanierung des Krankenhauses würden die Anteilswerte voraussichtlich erhalten bleiben, im Insolvenzfall müssten die Eigner mit einem Totalverlust rechnen", so Ockelmann.
Die derzeitige problematische Situation im Krankenhaus führt er auf personelle Schwierigkeiten - insbesondere zwischen Chirurgie-Chefarzt Andreas Leck und dem inzwischen freigestellten zweiten Chefarzt Dr. Christoph Schlichting zurück. "Es wäre sehr ärgerlich und traurig, wenn das nach meiner Ansicht überlebensfähige Haus aufgrund dieser Konflikte liquidiert werden müsste", so Ockelmann.

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