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Kreisausschuss empfiehlt Übernahme des insolventen Krankenhauses Salzhausen durch den Landkreis - Umwandlung in ambulantes Gesundheitszentrum

"Landkreis hat für den Gesundheitsstandort Salzhausen Verantwortung übernommen": Landrat Rainer Rempe (Foto: archiv)
ce. Salzhausen. Der Landkreis Harburg soll das insolvente Krankenhaus Salzhausen übernehmen. Dafür sprach sich der Kreisausschuss des Landkreises in nichtöffentlicher Sitzung am Montag aus. Das erarbeitete Übernahmekonzept sieht eine Umwandlung der stationären Klinik in ein ausschließlich ambulantes Gesundheitszentrum vor. Das letzte Wort darüber hat der Kreistag in seiner öffentlichen Sitzung am Montag, 6. Oktober, um 15 Uhr in der Hittfelder "Burg Seevetal".
„Die Mitglieder des Kreisausschusses haben sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass der Kreistag die vorgeschlagene Übernahme durch den Landkreis beschließt“, teilte Landrat Rainer Rempe mit. Viele Details des Übernahmekonzeptes unterlägen der Vertraulichkeit, um die Rechte betroffener Dritter nicht zu verletzen. An den bereits im August im Geschäftsbesorgungsvertrag festgelegten Eckpunkten habe sich jedoch nichts Wesentliches geändert, betonte Rempe. „Der Landkreis hat für den Gesundheitsstandort Salzhausen Verantwortung übernommen und wird alles daran setzen, den Menschen vor Ort auch nach der Umwandlung der Klinik in ein ambulantes Gesundheitszentrum neue Perspektiven zu eröffnen.“
Das umfangreiche Konzept ist mit dem Niedersächsischen Sozialministerium abgestimmt, wobei vor allem die Vorstellungen des Landes und der Kassen zur Anpassung und Neuordnung der Versorgungsregionen berücksichtigt wurden. Demnach soll der stationäre Krankenhausbetrieb in Salzhausen innerhalb von drei Jahren bis 2017 schrittweise abgebaut und in ambulante Strukturen eines Gesundheitszentrums umgewandelt werden.
„Während der Krankenhausplanungsausschuss des Landes Niedersachsen im Juli die sofortige Schließung der Klinik wegen mangelnder Bedarfsnotwendigkeit angekündigt hatte, konnten wir mit unserem auf drei Jahre angelegten Umwandlungskonzept in ein ambulantes Gesundheitszentrum die maximalen Spielräume im Interesse der Bevölkerung ausschöpfen“, erläuterte Rempe.
Um für den Aufbau dieser ambulanten Strukturen geeignete Partner zu finden, werden derzeit bereits erste Gespräche mit Interessenten geführt. Die Anschluss-Beschäftigungsgarantie für die Mitarbeiter bleibe bestehen. Über weitere Details und das gesamte Übernahmekonzept werde der Kreistag am Montag beschließen.