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Landkreis Lüneburg streicht Pläne an der Grenze zur Samtgemeinde Salzhausen: Der Windpark kommt nicht

ce. Vierhöfen/Salzhausen. Großes Aufatmen bei der Bürgerinitiative Vierhöfen (BIVI) und der Unabhängigen Bürgerinitiative Salzhausen (UBI) gegen Windkraft: Aufgrund von jüngst nachgewiesenen Nist- und Brutplätzen des Rotmilans sowie massiver Bürgereinwände hat der Landkreis Lüneburg jetzt die anvisierten Vorrangflächen für Windkraft bei Raven und Westergellersen an der Grenze zur Samtgemeinde Salzhausen aus der weiteren Planung herausgenommen. Gleichzeitig lehnten die Gemeinde Vierhöfen und die Samtgemeinde Salzhausen das Areal bei Westergellersen als Windpark-Standort ab.
Im Frühjahr hatte der Kreis Lüneburg beschlossen, bei Westergellersen ein 56 Hektar großes Vorrang-Gebiet für Windkraft auszuweisen. Vorgesehen waren bis zu fünf Mega-Windräder mit einer Höhe von bis zu 250 Metern (das WOCHENBLATT berichtete). Dagegen protestierten zahlreiche Bürger, die den Arten- und Naturschutz gefährdet sahen. "Diesen Einwänden folgte jetzt der Landkreis. Andere Gesichtspunkte - wie touristische Aspekte, das Luhmühlener Reiterzentrum oder das nicht vorhandene Windpotential - spielten keine Rolle", so Eberhard Leopold, Sprecher der BIs.
Auf Vierhöfener Seite grenzen an die Vorrangfläche laut Leopold mehrere naturschutzrechtlich geschützte Biotope (Altabbau-Seen, Bruchwiesen, Hingstmoor). In der Fläche gibt es mehrere streng geschützte Feuchtgebiete. Sie sind Lebensstätten und Brutgebiete geschützter Vögel und Fledermäuse, die teilweise vom Aussterben bedroht sind und auf der „Roten Liste“ stehen. Dazu gehören Rotmilan, Seeadler, Schwarzstorch, Kranich und eine Vielzahl von Wiesenbrütern. "Inzwischen ist es unstrittig und amtlich, dass Windkraftanlagen für Großvögel eine tödliche Gefahr darstellen", so Leopold.
Die Bürgerinitiativen wissen, dass die Mehrzahl der Menschen die Energiewende bejaht. Leopold räumt jedoch ein: „Die alternativen Energien sind sinnlos, wo sie zerstören, was wir mit ihnen erreichen wollen - die Erhaltung unserer Natur und Umwelt.“