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Lautes Signal gegen Fracking: Benefiz-Konzert mit Bluessänger Abi Wallenstein in Lübberstedt war voller Erfolg

Mit Blues gegen Fracking: Abi Wallenstein beeindruckte das Publikum mit seinen Songs und seinem Engagement
ce. Lübberstedt. Ein lautstarkes Signal gegen das umstrittene, auch im Landkreis Harburg geplante Fracking-Verfahren zur Erdgas-Förderung setzten jetzt die Unabhängige Bürgerinitiative Salzhausen (UBI) und die Buchholzer Bürgerinitiative "Kein Fracking in der Heide" mit einem Benefiz-Konzert auf dem Schüttenhof in Lübberstedt: Dort spielte der europaweit bekannte Hamburger Blues-Gitarrist und -Sänger Abi Wallenstein vor mehr als 100 begeisterten Zuschauern.
Nachdem im Vorprogramm die Band "FAB-Music" schon eine starke Show geboten hatte, riss auch Abi Wallenstein die Besucher mit Ohrwürmern wie "Good Morning, Blues" und "(Get Your Kicks On) Route 66" mit. Wallenstein outete sich als Fracking-Gegner ("Ich unterstütze die BIs aus vollem Herzen"), widmete den Song "Let's Work Together" dem gemeinsamen Kampf gegen die lebensfeindliche Förder-Methode und unterzeichnete auch die Unterschriftenliste der Buchholzer BI.
Gerlinde Engelmann von der Buchholzer BI wies auf die Gefahr hin, dass bei Fracking-Bohrungen mit dem Erdgas auch Lagerstättenwasser mitgefördert werde, das das Grundwasser vergiften könne. Viele Politiker seien der Ansicht, die Fördertechnik sei "ausgereift", hiervon könne aber keine Rede sein. Auch vor diesem Hintergrund forderten die BIs, das dem in ihren Augen "dubiosen" Förderunternahmen die Erdgasstätten-Aufsuchungserlaubnis für die Region entzogen wird.
"Der finanzielle Erlös des Konzertes in Höhe von fast 1.000 Euro nach Abzug der Unkosten steht den BIs nun zur Verfügung, um eine Rücklage für künftige Projekte zu haben", so der Buchholzer BI-Aktivist Dr. Ingo Engelmann. Zu den Projekten gehören laut Engelmann unter anderem die Teilnahme an einer Großdemonstration am 30. November in Berlin, wo erneuerbare Energien im Mittelpunkt stehen. "Dazu gehören auch eventuelle juristische Auseinandersetzungen mit dem Landesbergbauamt und anderen Behörden mit dem Ziel einer Änderung des geltenden Bergbaurechts", so Engelmann.
- Das nächste Treffen der BI "Kein Fracking in der Heide" findet am Dienstag, 12. November, um 19.30 Uhr im Tostedter Hotel "Zum Meierhof" (Buxtehuder Straße 3) statt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.