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Markus Rothe war rettender Engel für Senioren nach einem Unfall: "Er ist ein echtes Vorbild!"

Mit "Schutzengel" am beschädigten Auto (v. li.): Markus Rothe bekam eine Flasche Sekt von Helmut Werner und Rita Könings als Dankeschön für seine Hilfe
ce. Salzhausen. "So etwas Nettes haben wir noch nie erlebt! Dieser Mann ist ein echtes Vorbild." Dieses dicke Lob und eine Flasche Sekt gab es jetzt von Rita Könings (75) und Helmut Werner (83) aus Salzhausen für den im gleichen Ort lebenden Markus Rothe (40), der für die Senioren nach einem Verkehrsunfall gleich zweimal als "rettender Engel" im Einsatz war.
Das war geschehen: Der schwerbehinderte Helmut Werner wollte sich von seiner Pflegerin Rita Könings von Salzhausen zu einem Vortrag im Archäologischen Museum in Oldendorf/Luhe fahren lassen. Nachdem sie eine verzwickte, durch Bauarbeiten bedingte Umleitung geschafft hatten, lief ihnen kurz hinter Salzhausen auf der L234 ein Reh vor Rita Könings Ford Kia. Beim Zusammenstoß wurde der Wagen beschädigt, das Tier bliebt verletzt im Grünstreifen liegen. "Einige Autofahrer passierten die Unfallstelle, ohne zu helfen, und wir waren schon ziemlich verzagt", erinnert sich Rita Könings. Da kreuzte Markus Rothe ihren Weg. Der Angestellte eines Palettenservice in Putensen war auf dem Heimweg nach Salzhausen, sah den Ford mit Warnblinker am Straßenrand und stoppte. Rothe zückte sein Handy und rief die Polizei, die den Unfall aufnahm. Dann erklärte Rothe den Verunglückten, auf welchem Weg sie trotz der Umleitung schnell wieder nach Hause kämen, und fuhr weiter. Im Rückspiegel sah er, wie Rita Könings und Helmut Werner in den falschen Weg einbogen. "Ich wollte ihnen eine Odyssee ersparen. Also bin ich umgedreht, habe sie auf ihren Fehler hingewiesen und sie heimgelotst", berichtet Rothe.
"Unser Schutzengel Herr Rothe ist der lebende Beweis dafür, dass es allen Unkenrufen zum Trotz noch hilfsbereite Autofahrer gibt", sagt Helmut Werner. "Ich habe doch nichts Besonderes gemacht", bleibt der Gelobte bescheiden. "Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, wo ich kann, anderen Menschen zu helfen."