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"Mehr Licht für Sicherheit": Eyendorfer Bürger fordern nach Einbrüchen längere nächtliche Straßenbeleuchtung und mehr Polizeipräsenz

Hier sind die Bürger um ihre Sicherheit besorgt: die Eyendorfer Siedlung "Osterfeld"
ce. Eyendorf. "Nach den jüngsten Vorkommnissen würden wir uns sicherer fühlen, wenn die Straßen in unserem Viertel nachts beleuchtet wären und die Polizei schneller vor Ort sein könnte." Das sagen Susanne P. und Annette B. (Namen der Redaktion bekannt), die in der Eyendorfer Siedlung "Osterfeld" leben.
Hintergrund: In der Vergangenheit gab es in dem Viertel mehrere nächtliche Einbrüche. Einer der jüngsten Fälle: Von einem Grundstück stahlen Unbekannte um 1 Uhr nachts einen Mercedes im Wert von rund 65.000 Euro. Zuvor hatten die Gauner ein Fenster des Hauses aufgebohrt, waren so hineingelangt und hatten Autoschlüssel und Geldbörse geklaut. "Ich war im Schlafzimmer und hörte ein Geräusch, dachte aber, es sei unser Hund, der unten im Haus herumläuft", erzählt der Besitzer des Wagens. "Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn unsere beiden schlafenden Töchter von den Geräuschen wach geworden wären, nachgeguckt und die Täter überrascht hätten." Der Bestohlene ist überzeugt: "Wenn unsere Straßenbeleuchtung nachts durchgehend eingeschaltet wäre, hätte das die Einbrecher abgeschreckt. Derzeit geht das Licht hier aber meistens vor Mitternacht aus."
Annette B. und Susanne B. nahmen die Vorfälle zum Einlass, die Einwohner der Siedlung zum Gespräch über etwaige Präventivmaßnahmen einzuladen. Etwa 60 Bürger nahmen an der Runde teil. "Es war eine sachliche Debatte. Wir waren uns in der Beleuchtungsproblematik einig. Nach unseren Informationen sind in einigen umliegenden Gemeinden die Straßen nachts durchgehend beleuchtet", so Susanne P.. "Einigkeit herrschte auch darin, dass es nicht etwa 45 Minuten dauern dürfe, bis die Polizei im Ernstfall nachts von Winsen herkommt, weil die Polizeistation in Salzhausen nicht besetzt ist", berichtet P..
"Der Gemeinderat hat kürzlich über die Straßenbeleuchtung beraten. Der Antrag, die Laternen im Dorf nachts durchgehend brennen zu lassen, wurde mehrheitlich abgelehnt", erklärt Eyendorfs Vize-Bürgermeister Carsten Glahn auf WOCHENBLATT-Anfrage. Begründet wurde die Ablehnung mit den Mehrkosten von etwa 3.000 Euro pro Jahr. "Zudem war der Rat der Meinun, dass auch durch eine Ausweitung der Beleuchtung Einbrüche nicht verhindert werden könnten", so Glahn. So bleiben die Laternen weiterhin werktags vom Einbruch der Dunkelheit bis 24 Uhr sowie von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag bis zum frühen Morgen angeschaltet.
"Auch wenn es punktuell in Eyendorf eine Häufung von Einbrüchen und Pkw-Diebstählen gab, liegt die Quote insgesamt nicht höher als in anderen Gemeinden. Wir behalten das Geschehen aber im Auge", sagt Salzhausens Polizeichef Michael Stolze gegenüber dem WOCHENBLATT. Die Station der Ordnungshüter sei montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 19 Uhr besetzt. "Und in Ausnahmefällen sind wir auch darüber hinaus im Einsatz", ergänzt Stolze.
"Wenn man die 3.000 Euro Beleuchtungs-Mehrkosten in Relation zur weitaus teureren neuen Salzhäuser Polizeiwache setzt, ist der Betrag geradezu lächerlich", so Susanne P.. "Für die Bevölkerung hat sich überhaupt nichts gebessert."