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Nach Hausbrand in Tangendorf: "In der Not haben wir einmalige Hilfe erfahren"

Zusammenhalt in der Not: Wolfgang Putensen (re.) beherbergte nach dem Brand seine Tochter Melanie Bartz, deren Ehemann André sowie deren Kinder (hi., v. li.) Till, Julian, Lennart, Dominik und (vorne) Raphael
ce. Tangendorf. "Was wir erlebt haben, kann jedem passieren. Aber nicht jeder erfährt in einem Notfall so einmalige Hilfe, wie wir sie von Feuerwehr, Nachbarn und Freunden bekommen haben!" Das sagen mit bewegter Stimme Melanie Bartz (33) und Ehemann André aus dem Heideort Tangendorf. Bei einem Brand wurden das Ehepaar und seine fünf Kinder davor bewahrt, ihr Heim und ihren Besitz zu verlieren.
Rückblick: Am vergangenen Samstag gegen 18 Uhr bemerkt die Familie starken Brandgeruch. "Aus dem Dachstuhl und den Türzagen im Bad quoll dicker Rauch, auch das Büro war blitzschnell voll davon. Wir vermuteten, dass der Schornstein, der sich quer durch unser Haus zieht, in Brand geraten war", berichtet André Bartz. Blitzschnell alarmiert er die Feuerwehr und Schornsteinfeger. Eine Wärmebildkamera bringt eine starke Erwärmung von Fußboden und Wänden im ersten Stock ans Licht. Ursache: Die Balken der Holzdecke sind - vermutlich aufgrund eines Haarrisses im Schornstein - auf mehreren Quadratmetern in Brand geraten und verkohlt. Die Brandschützer löschen das Feuer und können eine weitere Ausbreitung der Flammen verhindern.
Melanie und André Bartz sowie ihre Söhne Dominik (12), Lennart (9), die Zwillinge Julian und Till (beide 7) und Raphael (4) blieben bei dem Brand unverletzt und konnten ihre Besitztümer weitestgehend retten. "Die Feuerwehr hat beim Löschen streng darauf geachtet, dass der Wasserschaden so gering wie möglich bleibt, und uns geholfen, Akten und Kleidung aus dem Haus zu tragen", berichtet Melanie Bartz. Zwischengelagert haben sie ihr Hab und Gut erstmal bei Freunden und Nachbarn, die auch für sie gekocht und Wäsche gewaschen haben.
Das 1878 erbaute Haus muss jetzt mitsamt Schornstein saniert werden und ist für etwa vier Monate nicht bewohnbar. In den vergangenen Tagen wohnten Melanie Bartz & Co. daher nebenan bei ihren Eltern Wolfgang und Dorothea Putensen. Voraussichtlich an diesem Wochenende können sie in eine Drei-Zimmer-Wohnung einziehen, die bei dem befreundeten Ehepaar Nico und Daniela Lauer frei ist.
"Wir sind unendlich dankbar für alle Unterstützung, die wir erlebt haben", so Melanie und André Bartz. Und die Welle der Hilfsbereitschaft ebbt nicht ab. André Bartz: "Wir haben schon jetzt viele Zusagen von Leuten, die beim Wiedereinzug in unser Haus mit anpacken wollen."